K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)

KIRCHHOF ANITA: Újabb adatok a balácai ún. vörös-fekete szoba rekonstrukciójához

Arbeit noch skizziert werden kann. In der unteren Sockelzone wurde eine, grünen Ried und farbige Wasservögel wechselnd darstellende Uferszene auf schwarzem Hintergrund verewigt. In der Hauptzone wurde die Geschlossenheit und Undurchlässigkeit der Wandfläche durch einer einfarbigen roten Fläche veranschaulicht, die von schlanken, in Farbe mit dem Sockel harmonisierenden Kandelabern auf schwarzem Hintergrund unterbrochen wurde. Aufgrund der Fragmente können zwei verschiedene, aber in ihrer Ausführung ähnliche, zu dieser Wandgemälde gehörende Kandelaberverzierungen unterschieden werden. Die eine wurde aus runden Motiven ausgestaltet, die andere ist ein Kandelaber mit einer langen Blume mit Rundscheibe ausgefüllt. Auf beiden Typen sind die minuziöse Ausführung und die maximale Raumausfüllung charakteristisch. Aufgrund der Fragmente ist es ganz sicher, dass mehrere runde und mehrere mit Blumen dekorierte - nur in ihren Ergänzmotiven oder Farbbenutzungen unterschiedliche - Kandelaber zur Gliederung der zusammenhängend roten Wandfläche verwendet wurden. Die Hauptzone wurde oben von einem einfach ausgestalteten, aus konkaven, konvexen und mehreckigen Leisten bestehenden Stuckgesims abgeschlossen. Unsere Informationen bezüglich der oberen Zone oberhalb des Stuckgesimses sind nicht genügend, wir können nur auf die Existenz eines roten, waagerechten Streifens schließen. Die Hauptzonen und - Feldern der Wandgemälde wurden vor der Bemalung genau abgemessen. Der feuchte Verputz wurde mit einheitlich rosafarbiger Farbe bemalt, bzw. vorbereitet und dann wurden die einzelnen Felder nach der Abmessung mit dunkelroter oder schwarzer Farbe versehen. Die dunkelrote Abtönung hat man mit der übereinander bemalten Verwendung zweierlei Farbschichten erhalten. Die bemalten Felder wurden danach eingeglättet und glänzend poliert. Die den Sockel und die Kandelaber dekorierenden Darstellungen und Ornamente wurden schon auf einer geglätteten, trockenen Fläche aufgetragen, nachdem der Rand der verschiedenfarbigen Felder mit einem gelben Streifen markiert wurde. Die Kandelaber hat man nach der Bestimmung der Sichthöhe und der Achse mit Hilfe eines Zirkels mit freier Hand gemalt. Die letzte Arbeitsphase bedeutete die Ausmalung der grünen Streifen, die die Hauptzone und den Sockel umrahmten. Die auf dem Verputz der Wandgemälde erkennbaren Rissspuren können mit der Einsinkung während der Nutzung des Gebäudes und mit der Austrocknung des Verputzes in Zusammenhang gebracht werden. Die Wandgemälde kann aufgrund der Analogien und der Ausgrabungsbeobachtungen auf die zweite Hälfe des 1., auf den Anfang des 2. Jahrhunderts datiert werden. Das Wandbild hat wahrscheinlich einen der Räume des Gebäudes Nr. 13 dekoriert. Die auf dem Gebiet des Römischen Reiches weit verbreitete rot-schwarze Farbverwendung und der rekonstruierte Motivschatz deuten auf die Benutzung eines Musterbuches hin.

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