K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)
SEITZ, GABRIELE: Vom Luftbild zum Museum. 15 Jahre Heitersheim
Landschaftsbezugs des Villenstandorts, die Verwendung verschiedenfarbiger Bausteine sowie gezielte Lichteffekte sind den römischen Gegebenheiten bestens nachempfunden und in den Neubau einbezogen. Wesenszüge, die antiken Gestaltungswillen wiedergeben, die selbst auf den elitären, in Stein geformten Lebensstil einer römischen Führungsschicht darstellen. Der freie Blick nach draußen in die fruchtbare Landschaft lässt spüren welch schönes Stück Erde hier von den Römern für ihren persönlichen Lebensraum in Anspruch genommen wurde. Die in große Themenblöcke gegliederten, vielfach bebilderten Erläuterungstafeln sind von klarer Sprache (Abb. 6). Das heißt aus gegebenem Anlass, einer Neubewertung oder Akzentuierung bislang erzielter Wissensgrundlagen, kann die jeweilige Folienbespannung einzelner Tafeln ausgetauscht werden. Einer in gewissen Zeitabständen notwendigen Aktualisierung wird kein wirklicher Kostenfaktor entgegenstehen. Hierin ist das Motto der wissenschaftlichen Betreuung dieses - aus einem Forschungsprojekt erwachsenen - Museums ablesbar, das lautet: „Wir dürfen nie fertig werden." Mit dieser Strategie propagieren die verantwortlichen Archäologen die notwendige Fortschreibung wissenschaftlicher Ergebnisse sowie die grundsätzliche Verpflichtung, diese Einrichtung stets lebendig zu halten und darin für mehrmalige Besuche pro Saison verlockende Erlebniswerte zu schaffen. Zu diesem Zweck wurde der Museumsbau so ausgestattet, dass neben der archäologischen Dauerausstellung der Bau auch an sich als stilvoller, historischer Rahmen von Seiten Dritter genutzt werden sollte. - Sowohl als „Bühne" des vierten Benefizkonzerts war die Römervilla bereits für die unterschiedlichsten Anlässe Tagungsstatte, Presse- und Konferenzsaal oder Begrüßungstreffpunkt. Die Nachfrage nach privater Nutzung für Empfange und dergleichen wird immer häufiger an die Stadt gestellt und in wohlbegründeten Fällen auch gewährt. - Damit geht das Konzept auf, dass die ansässige Bevölkerung diese Einrichtung als informatives Museum, aber zugleich auch als öffentlichen „Nutzraum" annimmt. Einen Teilbereich der archäologischen „Nutzfläche" stellt ohne Frage auch der benachbart liegende Park des Malteserschlosses dar, der sich in seiner ganzen Ausdehnung auf dem ehemals römischen Villengelände erstreckt. Unsere Bemühungen zielen gegenwärtig darauf, im unmittelbaren freien Gelände um den musealen Schutzbau eine römische Gartenanlage zu schaffen. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits im Frühjahr 2000 getan, in dem gemäß antiker Tradition eine Allee - bestehend aus einander abwechselnden Kugelakazien und Zypressen - zwischen Parkplatz und Museum angelegt wurde. Künftig soll daran gegangen werden, den Verlauf der ehemaligen Umfassungsmauer der Villenanlage mittels Baum- und Buschreihen räumlich erfahrbar zu machen. Hierbei sollen ausschließlich Hölzer und Kulturpflanzen Verwendung finden, die seinerzeit von Rom in unsere Region gebracht worden waren. Ein erfolgreiches Marketing dieser Eimichtung liegt in ihrer zügigen Auffindung durch auswärtige Besucher. Aus diesem Grunde wurde dafür gesorgt, ab dem neu geschaffenen Autobahn-Zubringer zur Auffahrt „Hartheim / Heitersheim" sowie innerhalb aller Gemeindeteile eine lückenlose Ausschilderung „Römervilla" anzubringen. In