K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)

ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai

Zerstörung eines ihrer Bauten im späten 2. Jahrhundert 1 " 8 könnte mit diesen Ereignissen in Verbindung gebracht werden. Selbst wenn die Mitglieder der Familie anlässlich der Barbareneinbrüche nicht umkamen, ist es durchaus denkbar, dass sie von ihrem Gut flohen und es später an neue Besitzer verkauften. Erwogen werden könnte auch die Möglichkeit, dass die Familie der Pest zum Opfer fiel, die sich seit den späten sechziger Jahren des zweiten Jahrhunderts auch in den nördlichen Provinzen des Imperium ausbreitete. Die um 200 einsetzende neue Bautätigkeit und die damals vollzogene luxuriöse Ausstattung der Villa mit prächtigen Mosaiken wurde schon in der bisherigen Forschung mit einem kurz zuvor erfolgten Besitzerwechsel in Verbindung gebracht. 1()y Nur war es allem Anschein nach nicht wie bisher angenommen die im Tumulus bestat­tete Familie der Claudier, sondern es waren offenbar neue, ihnen folgende Besitzer, deren Reichtum und Wille zur Repräsentation durch diese Neugestaltung der Villa zum Ausdruck kam. Dass sie den Tumulus ihrer Vorgänger unberührt gelassen haben, entsprach dem römischen Pietätsdenken. Wo sie selbst beerdigt wurden, bleibt einst­weilen unbekannt. Sie müssen nicht unbedingt in Baláca bestattet worden sein; falls sie in einer der Städte Pannoniens zu Hause waren und auch in der Nähe dieser Stadt über ein Gut verfügten, kann sich ihre Ruhestätte dort befunden haben.

Next

/
Thumbnails
Contents