K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)
ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai
Fitz ordnete dieses Fragment der hiesigen Inschrift V zu und verband es u. a. mit den Bruchstücken G 29, 39, 36 und 13. Zusammen sollen diese Fragmente den Schlussteil einer Grabinschrift eines Ehepaars mit folgendem Text ergeben: R[e]tofn]io[eJ Avfae I Ti. CJl. Ti. f. [AJvofno] f(ilius) [p(osuit)]. Inakzeptabel sind bei der Rekonstruktion dieser Inschrift durch Fitz bereits die Annahme einer Widmung an zwei Personen statt an eine, aber auch weitere Einzelheiten (siehe bes. unter der Inschrift V). Hier seien nur folgende Tatsachen hervorgehoben: Wo R[e]to[n)ia[e] gestanden haben soll, sind statt IA, wie erwähnt, eindeutig die Buchstaben LA zu erkennen, und für die Ergänzung des Namens Ava gibt es keinen hinreichenden Grund. Vielmehr könnten die Buchstabenreste LA zu einem Namen wie z. B. [Cjla[udiusj oder [CJlafra] gehören. Soweit dies in Kenntnis der Fundstelle des oben beschriebenen Bruchstücks angenommen werden kann, lag der Aufstellungsplatz dieses Altars auf der Südwestseite des Tumulus. Die kleineren Fragmente G 29, 31 und 39 von der gleichen Fundstelle könnten ebenfalls zu dieser Inschrift gehören. G 44) Abb. 48. Nr. 1018. (19,5) x (6) x (11) cm. BH 6,2 cm. Erhalten ist der linke Bogen eines O (die Form der Kurve macht diese Lesung statt eines C deutlich). Darunter ist eine bis zu 7,2 cm hohe unbeschriftete Fläche vorhanden. Sie spricht dafür, dass der Buchstabe entweder zu der letzten Zeile einer Inschrift gehörte oder dass wir es mit dem Rest der vorletzten Zeile eines Textes zu tun haben, unter der sich eine stark eingerückte letzte Zeile mit einer kurzen Schlussformel befand. Gef. nordwestlich vom Tumulus, Feld 29. ERTEL 1996. 146; FITZ 1996. 221-223 Nr. 5 und 1998. 106 f. Nr. 5 mit 120 Abb. 4,5; ERTEL, Zeichnung in: PALÁGYI 1997. 18 Abb. 9,8. ERTEL 1996 glaubte ein C erkennen zu können; Fitz hält dies für fraglich, ordnet aber den Buchstaben doch als ein C ein; in Ertels Zeichnung erscheint der linke Bogen eines Buchstabens in der Weise gezeichnet, das man sowohl an ein C als auch an ein O denken könnte. Fitz setzte das vermeintliche C in die hiesige Inschrift II ein. Die Zuordnung bleibt jedoch völlig unsicher; vgl. unter G 41. G 45) Abb. 49. Nr. 397, 396, 395. Aus drei Teilen zusammengesetzt. (16) x (19) x (12) cm. BH 5,5 cm. Unter dem zweiten Buchstaben ist eine bis zu 4,5 cm hohe unbeschriftete Fläche vorhanden. Erhalten bzw. identifizierbar sind die Buchstaben RAT Gef. nördlich vom Tumulus, Feld 34. ERTEL 1996. 145; FITZ 1996. 223 f. Nr. 6 und 1998. 107 f. Nr. 6 mit 120 Abb. 4,6; ERTEL, Zeichnung in: PALÁGYI 1997. 17 Abb. 8,7 und 4. Die ersten beiden Fragmente wurden von Anfang an, das dritte mit dem Oberteil des T mit diesen erst später zusammengefügt (Fitz hat die bei Ertel noch voneinander getrennten Stücke mit PA und T nebeneinander angeordnet). Fitz, der den Rest der Inschrift V zugeordnet hat, wollte hier das Cognomen eines Claudiers in der Form Paifino] ergänzen. Der Name Patinus existiert jedoch nicht (siehe zur Inschrift II). Die Ergänzung patfri], worauf noch eine Schlussformel gefolgt sein muss, liegt nahe. Das Fragment könnte etwa den Inschriften V oder VI zugeordnet werden, die allerdings relativ weit von der Fundstelle unseres Fragmentes ge-