K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)
ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai
VIII. Grabaltar der Claudia Ti. f. R[ —/ G 18) Abb. 21 und 61. Nr. 657, 659, 678. Aus drei Teilen zusammengesetzt. Oben Beginn des Profils; links Rand erhalten. (40) x (15) x (13,5) cm. BH in der 1. Zeile ungefähr 7 cm, in der 2. Zeile 6 cm. Abstand zwischen dem Profil der 1. Zeile 2,5 cm; zwischen den Zeilen 1 und 2 ungefähr 4,5 cm; unter der 2. Zeile 5,5 cm hohe unbeschriftete Fläche. Vorhanden sind die linke Kurve des Anfangsbuchstabens, der im Kontext nur ein C gewesen sein kann (siehe unten), aus der zweiten Zeile ein F und R, dazwischen mit einer beschädigten Interpunktion ursprünglich anscheinend in Form eines nach unten gekehrten Dreiecks (bisher nur von Ertel bemerkt). Gef. südlich vom Tumulus, Feld 96. ERTEL 1996. 88 und 143; FITZ 1996. 225 Nr. 8 und 1998. 109 Nr. 8 mit 121 Abb. 5,8; ERTEL, Zeichnung in: PALÁGYI 1997. 17 Abb. 8,10 und 13 sowie (die beiden ersten Fragmente, nicht zusammengesetzt; das dritte mit dem R fehlt hier). G 19) Abb. 22 und 61. Nr. 877. Links erhaltener Rand. (14) x (8,4) x (2) cm. Buchstabenhöhe ursprünglich ungefähr 6/6,5 cm. Unter der Zeile befindet sich eine 9,5 cm hohe unbeschriftete Fläche. Erhalten sind das Unterteil eines F und der Fuß einer senkrechten oder nach rechts geneigten Haste. Für eine Interpunktion zwischen den beiden Buchstaben kann es kaum Platz gegeben haben. Gef. südlich vom Tumulus, Feld 97. ERTEL 1996. 146; FITZ 1996. 224 Nr. 7 und 1998. 108 f. Nr. 7 mit 121 Abb. 5,7; ERTEL, Zeichnung in: PALÁGYI 1997. 18 Abb. 9,9. C[— ] C/laudiae Ti(berii)/ F°R[—J f(iliae) R[—J (vac.) (vac.) [——] I y F+ 5fi[liae—J Auf dem oberen Fragment ergänzte Fitz die erhaltenen Textreste auf Cflaudiae Ti.] If. RfetoniaeJ. Das Gentiliz der im Tumulus bestatteten Familie - ohne den Vornamen in Femininform - ist hier so gut wie sicher richtig wiederhergestellt. Mit dem vermeintlichen Cognomen wird der von Fitz für die hiesige Inschrift V willkürlich ergänzte Gentilname Retonia wiederholt, dessen Rekonstruktion um so weniger überzeugt, als der in Pannonién einige Male belegte Familienname 38 hier als Individualname angesehen wird. Wenn wir davon ausgehen, dass die verhältnismäßig großen Buchstaben der 1. Zeile mit etwas größeren Abständen als sonst geschrieben wurden, so kommen wir zur Annahme eines ungefähr 70 cm breiten Inschriftfeldes. Bei dem anderen Fragment hätten wir es nach Fitz mit dem Anfang der 2. Zeile der Inschrift IX mit dem Text fi(liae) zu tun. Für diese Unterbringung des Fragmentes gibt es jedoch keinen ersichtlichen Grund, und die Schreibweise fi(liae) statt f(iliae) ist überhaupt nicht vertretbar (vgl. oben zur Inschrift II). Plausibel ist es dagegen, dass wir es mit der letzten Zeile der Inschrift eines Altars zu tun haben, den die Eltern oder einer von ihnen einer Tochter, fifliae], gesetzt haben; auf das hier ergänzte Wort dürfte