K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1997/5. (Veszprém, 1997)

POCHMARSKI, ERWIN - POCHMARSKI-NAGELE, MARGARETHA: Römische Hügelgräber im Bereich der Villa Grünau (Gross St. Florian)- Római halomsírok a grünaui villa körzetében

ERWIN POC H M AR S KI-M ARG ARETHA POCHMARSKI-NAGELE RÖMISCHE HÜGELGRÄBER IM BEREICH DER VILLA GRÜNAU (GROSS ST. FLORIAN) Im Rahmen der seit 1988 auf dem Areal der römischen Villa von Grünau (KG Grünau, MG Groß St.Florian, VB Deutschlandsberg) laufenden Ausgrabungen 1 war es bei der 8.Gra­bungskampagne 2 1995 möglich, eine auf der Parz.453/1 3 der KG Grünau gelegene Gruppe von drei Hügelgräbern näher zu untersuchen (Abb. 1). Im Nahbereich der Villa befindet sich auf der Parz.213 der KG Nassau (OG Unterbergla, VB Deutschlandsberg) außerdem noch eine weitere Gruppe von drei Hügelgräbern. Von diesen ist ein großer Grabhügel un­mittelbar südlich des Gemeindeweges von Grünau nach Nassau bzw. des Wirtschaftsgebäu­des der Villa bereits seit längerem bekannt, aber gestört. Etwas weiter südlich befinden sich in derselben Waldparzelle zwei kleinere Hügelgräber, die bis 1994 noch intakt waren, von denen aber das eine 1995 die Spuren einer rezenten Beschädigung trug. 4 Die Hügelgräbergruppe auf Parz. 453/1 der KG Grünau liegt in einer Entfernung von ca. 500 m Luftlinie südlich des Hauptgebäudes der Villa. 5 Die drei Grabhügel liegen auf einer Anhöhe, welche die Grenze zwischen der KG Grünau und der KG Unterbergla (OG Unter­bergla, VB Deutschlandsberg) bildet. Von den drei in ost-westlicher Richtung nebeneinan­der aufgereihten Grabhügeln war der oberste und am weitesten gegen W gelegene durch ei­nen auf seine Mitte in nord-südlicher Richtung zulaufenden, ca. 1 m breiten Graben gründ­lich gestört; der unterste und am weitesten gegen O gelegene machte aufgrund einer Eindellung in der Hügelmitte gleichfalls den Eindruck, zumindest teilweise beschädigt zu sein, während der mittlere Grabhügel bei Beginn der Ausgrabungsarbeiten einen noch ungestörten Eindruck mach­te, so daß eine Freilegung dieses Grabhügels, der aufgrund der Entfernung vom Hauptgebäude der Villa sicher mit dieser in Verbindung zu bringen ist 6 , auch zur Klärung des zeitlichen Ver­hältnisses zwischen Villa und Grabhügeln erfolgversprechend schien. Der als Hügel I bezeichnete mittlere Hügel (Abb. 2) war unter Ausnutzung der natürli­chen Gegebenheiten so angelegt worden, daß seine Höhe durchschnittlich ca. 1 m beträgt 7 und sein Durchmesser 9,5 m. Wegen des starken Baumbestandes, der nach Möglichkeit ge­schont werden sollte, konnte der Hügel I nicht flächig freigelegt werden; er wurde daher nach der Kreuzgrabenmethode 8 ausgegraben, wobei von der Hügelmitte (B 2) aus nach den vier Haupthimmelrichtungen jeweils ein Schnitt (N 1, S 1, O 1 und W I ) gelegt wurde und in der Hügelmitte zwischen den Schnitten zunächst Stege stehengelassen wurden. 9 Im westlichen Teil von Schnitt O 1 (von der W-Kante des Schnittes bis 1,10 m ab dieser gegen O) wurden bereits im 1.Abhub unmittelbar unter der Hügeloberfläche (zwischen 342,850 - 342,709 m, d.h. bis 0,141 unter dem Ausgangsniveau in diesem Schnitt) in einem vermischten lehmig-sandigen, gelblich-hellbraunen Erdreich zahlreiche insignifikante Kera­mikfragmente gefunden ( X 1 - X 9/95. X 12/95), sowie ein Bodenstück (X 10/95) und ein Wandstück (X 11/95) römischer Zeit, die allerdings gleichfalls nicht näher klassifizierbar waren. 10 Sowohl das durchmischte Erdreich, als auch der Fund zahlreicher, allerdings sehr unscheinbarer Keramikfragmente an der Oberfläche des Hügels weckten den Verdacht, es könnte eine Störung vorliegen. Im 2. Abhub (342,709 - 342,634 m, d.h. 0,141 - 0,216 m un­ter dem Ausgangsniveau) blieb dieser Eindruck bestehen, insofern als in dem lehmig - san­digen Erdreich außer Keramikbruchstücken (X 17/95: Wandstück; X 19 - X 23/95) auch Holzkohlespuren auftraten. Von Abhub 3 an (342,548 - 342,443 m, d.h. 0,216 - 0,302 m un­ter dem Ausgangsniveau) bestätigte sich der Verdacht einer Störung (Abb.3), indem sich in

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