K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1997/5. (Veszprém, 1997)

MEZŐS TAMÁS: Präsentation von prähistorischen und römischen Hügelgräbern - Halomsírok helyreállításának műemléki problémái

keit der Mauern betrifft, müßte man auch an die Belüftung, Isolation, innere Beleuchtung der Grabkammer denken. Im Fall der frühchristlichen Grabkammer in Pécs mußte ein be­deutender Maschienenapparat eingebaut werden um den Hauch der Besucher auszuführen. Eine eingebaute künstliche Belüftung kann in Frage kommen, die erhöht aber die wesentli­che Rekonstruktionskosten. Die Erdmasse des Tumulus saugt auf und führt den Nieder­schlag und das Gießwasser von der Oberfläche des Hügels ab. Die Isolation des Bauwerkes gegen Bodenfeuchtigkeit soll die Zielsetzung haben jeden nachträglichen Eingriff zu ver­meiden. Es wäre sehr desillusionierend Lampen in industrieller Fassung zu montieren, mit sichtbarer Stromleitung außer Wand. Die Öllampen oder Fackeln, die die entsprechende Stimmung sichern könnten, müssen wegen sicherheits- und lufttechnischen Argumente ver­meiden werden. Die Möglichkeit kann nicht außer acht gelassen werden, daß der Hügel nachdem die Mauerreste des Dromos und der Grabkammer sorgfältig dokumentiert und konserviert sind, nach einer geringen Ergänzung der Umfassungsmauer zurückgefüllt werden kann. Der An­blick wurde nicht mehr bieten, als der im Fall der beiden kleineren Gräbern in Inota. Im Vergleich zum Originalen wurde es auch einen Zustand präsentieren, den es nie gab. Bei der Rekonstruktion des Einganges reicht eine Andeutung. Bei nicht besuchbaren inneren Räu­men genügt ein Pseudoeingang. Das Ergebnis erregt das Erlebnis des autentischen Anblik­kes des Hügelgrabes. Durch eine partielle Rekonstruktion des Balteus soll die Impression bedeutend reicher werden, wie es der Fall ist bei der Tumulus in Inota. Auf dem Gebiet des Europäischen Kulturparks an der französisch-deutschen Grenze in Bliesbruck/Reinheim will man die Grabbeilagen in der Grabkammer eines Hügels auf Ort bekannt machen. Französische Architekten proponierten die an der Stelle des ausgebreiteten Dromos zu erreichen. Mein Vorschlag lautet: ein Einfürungsweg, der an die Spirale der Ge­schichte erinnert. Vor 3 Jahren, als wir mit Herrn Professor Hajnóczi die Modellartige Mas­senrekonstruktion des Hügelgrabes in Baláca konzipierten, hatten wir eine neuartige Lösung ausgearbeitet. Durch das neugewölbte Dromos wurde das Innenraum des Hügels erreichbar. Das Innenraum wurde mit Hilfe von geklebten Holzbögen raumlich gemacht. In diesem räum der Grabkammern hatten wir bloß konserviert, die 300 m 2 große Fläche könnte als Schauraum dienen. Die endgültige Lösung wurde letztens bescheidener als die vorangehenden. Die heutige Möglichkeiten blieben begrenzt, sie beschränkten sich auf die Konservierung und nötigen­falls die Ergänzung der Reste des Balteus, des Dromos und der Grabkammer. Die Rotsteine der Sockel präsentieren wir in situ. Es ist eher unsicher die Höhe der Umfassungsmauer zu bestimmen, deshalb werden die Gesimssteine nicht auf die Krone der Mauer von einer ima­ginären Höhe, sondern auf ein Metallhilfsgerüst aufgehoben. Der Zwischenraum der aus I Träger gemachten Stützen wurde freigelassen. Dadurch wollten wir veranschaulichen, daß Gesimssteine nicht hierher, dagegen der Mauerkrone gehören, die Kronenhöhe konnte und wollte aber nicht in einer konkreten Höhe gefestigt werden. Das Gesims lassen wir auf 3 Stellen „schweben"; (Abb. 6) im Großen im 1/Drittel der Hügelumfangs. Der erste gewählte Ort ist rechts vom Eingang, am Treffen der Dromos Mauer und der Umfassungsmauer, der zweite über den in situ gefundenen Sockelsteine und der dritte etwa 120° vom Eingang, nord-östlich gerichtet. Solange die Rekonstruktion der Hügelmasse unmöglich bleibt möchten wir die ursprüngliche Form des Tumulus mit Stahl­drähten veranschaulichen, die zwischen den Metallgerüsten und dem Mast im Mittelpunkt des Grundrisses ausgespannt werden. Nichts in Ruine Gefallenes wurde in Ungarn 1:1 - wie Xanten, Grand oder Carnuntum ­rekonstruiert. Kennt man aber die Änderungen der letzten 1-2 Jahre in der westeuropäischen

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