K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1997/5. (Veszprém, 1997)

PALÁGYI, SYLVIA: Einige Bemerkungen zu den Darstellungen von Wagen mit vier Rädern und geschlossenem Wagenkasten - Néhány megjegyzés a zárt kocsiszekrényű, négykerekű kocsik ábrázolásához

teils verstopfte Klammerkehle zu sehen. Aus der ausgebrochenen linkseitigen Kehle ist nur ein 3,1 x 3,7 cm grosser Teil zu sehen. Der Stein ist in zwei Felder geteilt: ein oberes, etwas eingetieftes, 51,7 cm breites, 29,6 cm hoches Bildfeld (Abb. 2) und ein bearbeitetes Feld, wo ausser einiger primären (?) oder sekundären Einschnitte nichts auf eine Inschrift oder auf andere Darstellungen deutet. Der untere Rand des Bildfeldes ist zugleich die Erdoberfläche der Szene. In das Feld wurde ein nach rechts fahrender Zweigespannwagen mit vier Rädern und geschlossenem, (oder ein mit Plane bedecktem) stabil gebautem Wagenkasten gemeißelt. Von den zwei Pferden sind auch heute noch die Reste der vier hinteren Füße und ein oder beide gestreck­ten vorderen Füße, sowie die zum Schritt erhobenen anderen zwei Vorderfüße zu sehen. Auf dem in den Jahren 1944-45 veröffentlichten Foto sind die Hufen noch gut zu entneh­men. 7 Über der Linie, die den wagerechten rechtwinkeligen Wagenkasten abschließt, ist ein schmaler Streifen zu sehen, der - aller Wahrscheinlichkeit nach - das gewölbte Dachwerk darzustellen versucht. Hier und am oberen Rand der Wagenseite, sowohl vor dem Wagen und unter dem oberen Rahmen sind dichtere Metzspuren zu sehen. In der bei entsprechen­den Lichtverhältnissen gut zu entnehmenden, vom oberen Rand des Dachwerkes etwas nach vom und nach unten gewölbte, unten gerade geschlossene Rinne können wir als ein Vor­dach bewerten. Der Kutscher sitzt auf dem Sitz, der eigentlich eine Verlängerung des Wagenbodens ist. Sein rechtes Bein ist etwas hinten gestreckt dargestellt. Die Zügel hält er in der rechten Hand, was eine seltenere Darstellungsart ist. Die Zügel laufen zu einer Verdickung, die am Hals des Pferdes fühlbar ist und wahrscheinlich als ein Joch identifiziert werden kann. In der linken Hand hält er eine zweizweigige (?) Peitsche mit einem steifen Griff. 8 Seine Ge­stalt ist heute kaum mehr zu sehen. Den Rand des Wagenkastens hinten ihm ist mit einer ge­rader Linie dargestellt. Am Ende des Wagens ist ein längliches, flaches „S"-förmiges schrägartiges Gebilde zu sehen, das vom oberen Rand des Wagenbodens her läuft, auf dem (auf dem von Károly Sági aufgenommenen Foto und auch heute) noch eine stehende Gestalt (Dienerin) zu erkennen ist. Ihr Rücken ist etwas gebückt und ihr langes Kleid mit einem Gürtel zusammengerafft. Vor dem Wagenkasten können wir ihr im Ellenbogen gebeugten rechten Arm vermuten. Der Kopf der Gestalt ist nicht deutlich zu entnehmen. Mit der vom hinteren Rand des Wagenkastens laufenden Rinne hat man ihr Haar oder ein Dackwerk über der Figur darstellen wollen. An der Seite des Wagenkastens kann man keine eindeutigen Öffnungen feststellen. Die schräge, nach unten laufende Einhöhlung könnte ein mißlungenes gemetztes Fenster oder auch ein sekundärer Bruch sein. In der Nähe des rechten Wagenrandes ungefähr in der Kopfhöhe des Kutschers wahrnehmbare Ausnehmung wird die Spur einer Tür sein, obwohl die Verlängerung dessen auf der etwas runden Oberfläche nicht mehr zu folgen ist. Auf dem Stein ist keine andere, eventuell auf eine Ladung deutende Metzung zu sehen. Das 1944-45 publizierte Foto konnte tatsächlich zu einem Missverständnis führen. 9 Die mit einer fast genau so breiten Felge an den Wagenboden angebrachten Räder hatten, sowohl nach dem früheren Foto als auch nach unseren jetzigen Beobachtungen, wahrschein­lich acht Speichern. Auch die Nade wurde angemerkt. Die Räder waren voneinander etwas weit dargestellt. Zsolt Visy hat die Abbildung aus Csákvár zu den Wagentypen gezählt, die zwischen den Rädern versenkt (oder teilweise versenkt) waren, da das Vorderrad auf dem Bild den Wagenboden berührt und das hintere grössere Rad es zum teil Verdeckt. 10 Der Stein ist seit der Aufnahme des Fotos in SÁGI 1944-45. auch am oberen Rand des hinteren Rades beschädigt worden. Es fehlt eben jener Teil, mit dem man die Obigen eindeutig kon-

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