K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1997/5. (Veszprém, 1997)

PALÁGYI, SYLVIA: Einige Bemerkungen zu den Darstellungen von Wagen mit vier Rädern und geschlossenem Wagenkasten - Néhány megjegyzés a zárt kocsiszekrényű, négykerekű kocsik ábrázolásához

SYLVIA PALÁGYI EINIGE BEMERKUNGEN ZU DEN DARSTELLUNGEN VON WAGEN MIT VIER RÄDERN UND GESCHLOSSENEM WAGENKASTEN Zur am 5. Mai 1996 eröffneten und bis 15. Januar 1997 prolongierten Ausstellung „Verg­leiche und Unterschiede. Römerzeitliche Hügelgräber, Wagen- und Pferdebestattungen" des „Laczkó Dezső" Museums in Veszprém haben wir von dem „Szt. István király" Museum in Székesfehérvár ein stark abgegriffenes Grabdenkmalfragment geliehen, das einen rechts ge­richteten, vierrädrigen Wagen mit geschlossenem Wagenkasten darstellt. 1 Der Bewahrungs­ort ist im Gegenteil zur Dissertation von Zsolt Visy: „A római császárkori kocsi. Tipológiai és történeti tanulmányok" 2 nicht unbekannt. Der Stein war im Ortsmuseum von Csákvár ausgestellt und wird nach der Schließung der Ausstellung wieder dahin zurückgebracht. Zsolt Visy hat im Katalog seines schon erwähnten Werkes die Csákvárer Abbildung zu den Wagen mit vier Rädern und offenem Wagenkasten gezählt, mit der Bemerkung, daß es sich wahrscheinlich ebenfalls um einen Wagen mit hohem, geschlossenem Oberbau handelt, von dem jedoch jetzt nur mehr einige Linien zu sehen sind. Aufgrund der auf dem Foto des Steines wahrnehmbaren Linien vermutete er in der Mitte einen Sitz im Inneren des Wagen­kastens oder einen quadratförmigen Gegenstand, der in die Mitte des offenen Wagenkastens gestellt wurde, mit der Bemerkung, daß er das Letztere für wahrscheinlicher hält. Die hinte­re, gewölbte Linie deutet er als einen halb geöffneten Schrägen. 3 Károly Sági, der den Stein nur vom Foto kannte, beschrieb ihn in seiner 1944-45 verfass­ten Studie folgenderweise: 4 Auf dem an einer Seite des Gebäudes eingemauerten Stein sieht man einem geschlossenen Reisewagen mit vier Rädern. Laut Gabriella Nádorfi war der Stein entweder in die Wand des reformierten Pfarrhauses oder in das Diana-Tor des Eszter­házy-Schlosses in Csákvár eingemauert. Der in das Inventarbuch des „Szt. István király" Museums unter der Nr. 50.85.1. einge­tragene Stein wurde von Jenő Fitz im Jahre 1950 nach Székesfehérvár gebracht. 5 Die gründlichere Untersuchung des Grabdenkmalfragments aus Csákvár, das wir für die Zeit der Ausstellung im Museum Veszprém bekommen haben, hat mich dazu veranlasst, meine Bemerkungen diesbezüglich bekanntzugeben: Die senkrechte Tafel (Abb. 1) ist mindenstens von drei Seiten umrahmt. Der Rahmen an der linken Seite beträgt 3,7 cm, auf der rechten Seite 6,4-6,5 cm und oben ist er etwa 5,3­6,9 cm breit. Der Stein ist unten ungleichmäßig, grob gemeißelt und ragt im Vergleich zur vorderen Seiten etwas hervor. An beiden Seiten unten ist ein 16-17 cm breiter Streifen, und der obere Rahmen auf der rechten und linken Seite mit einer dünnen graulich-weißen Putz­schichte bedeckt, die, wie auch die an dem rechten Seitenrahmen und in der linken unteren Ecke des Bildfeldes gefundenen Mörtelreste, aus der Neuzeit gehalten werden kann. Dies bestätigt auch das von Károly Sági publizierte Foto, an dem die Ränder des eingemauerten Steins eine helle Überdeckung zeigt. 6 Die auf demselben Foto unten und auch auf den neue­ren Aufnahmen verwischte Linie könnte die Spur des unteren Rahmens sein. Die Ausmaßen des Steinfragments: Höhe 79 cm, Breite 62,5 cm, Dicke 17,5 cm. Die rechte Seite ist nach innen schräg, oberflächlich gemetzt, die andere Seite und der obere Teil wurde zur vorderen Fläche rechtwinkelig bearbeitet. Der hintere Teil ist ungleichmäßig. Das Material: poröser Kalkstein. Oben am rechten Rand ist eine 17 cm lange, 2,5-4 cm breite,

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