K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1996/4. (Veszprém, 1996)

ERTEL, CHRISTINE: Altar- und Architekturfragmente vom Tumulusgrab bei Baláca - A balácai halomsír építészeti elgondolása

Der Block 793/838 mit der Gesimsecke links und der Stoßfläche rechts weist eine Ge­samtlänge von 60,5 cm (gemessen entlang der Unterseite) auf. Insgesamt sind vier rechte und eine linke Stoßfläche erhalten. Bei drei rechten Stoßfläche ist dreimal die Viertelkehle erhalten, daher müssen auch drei Blöcke mit einer rechten Stoßfläche existiert haben. Das vierte Fragment 888 zeigt die Stirnleiste und den oberen Abschnitt der Simawelle, kann also zu einem der drei anderen rechten Exemplare gehören. Da auf eine rechte Stoßfläche immer eine linke folgen muß, ganz gleich um welches Objekt es sich handelt, ist auch mit drei lin­ken Stoßflächen zu rechnen, die nicht vollzählig erhalten sind. Nun ist die Frage wieder aufzunehmen, wie diese Gesimsfragmente interpretiert werden können. Aussagekräftig sind vor allem die drei Paare von Gesimsecken und Stoßflächen. Wenn nur Stoßflächen erhalten wären, könnte man die weißen Blöcke für Ausbesserungen des roten Kranzgesimses der Tambourmauer halten. Angesichts der drei Eckpaare müssen jedoch drei Objekte mit Profilecken existiert haben. Da für eine einzige Tür die aus den Fragmenten errechnete Gesimslänge zu groß ist, könnte man drei Türen bzw. eine Tür und zwei Nischen mit Verdachungen vorschlagen. Da nur die einzige Profilform vorliegt, gibt es keinen Hinweis auf giebelförmige Verdachungen. C. Fragmente aus rotem Sandstein 1. Krepis (Taf. 8, 9,15) Auf einer eigenen, ca. 1,20 m breiten Fundamentmauer, die von dem Fundament der Tambourmauer durch eine deutliche Fuge abgesetzt ist, umgab ein Stufenkranz den Tumu­lus. An sechs verschiedenen Stellen liegen noch heute Blöcke der untersten Stufenlage in si­tu, von der zweiten Stufe ist dagegen nur ein einziger Block an der Nordwestseite des Tu­mulus erhalten geblieben. Alle Blöcke der dritten Stufe wurden entfernt. Die untere Stufenreihe besteht aus rechteckigen Blöcken aus rotem Sandstein, die als Läufer und Binder miteinander abwechseln. Die Läufer erreichen eine Länge von bis zu 1,50 m: Block 4 (Q 36, Tumulus Nordseite), sind aber in den meisten Fällen nur etwas län­ger als 1 m. Block 1: 1,14 m, Block 2: 1,02 m; (Q 9, Tumulus Westseite); Block 6: 1,06 m (Q 79, Tumulus Südwestseite). Die Breite bzw. Tiefe der Läufer liegt bei 0,70 bis 0,85 m. Block 1 0,75 m (Q 9); Block 4: 0,70 m (Q 36); Block 6: 0,83 m (Q 79). Die Binder liegen im Gegensatz zu den Läufern mit der Schmalseite nach außen. Ihre Länge bzw. Tiefe liegt zwischen 0,72 m (Block 5, Q 36) und 0,96 (Block 3, Q 9), ihre Brei­te bei 0,52 m (Block 5, Q 36) bis 0,58 m (Block 3, Q 9). Während sich also die Maße an der sichtbaren Stufenkante, nämlich die Länge der Läufer und der sichtbaren Stufenkante, bzw. die Breite der Binder, um etwa 10 cm voneinander unterscheiden, sind die Differenzen der Tiefenmaße größer und können bis zu 30 m betragen. Diese Kanten der Blöcke waren nicht sichtbar, sondern von den Quadern der zweiten Stufenreihe überdeckt. Hier konnten auch nicht vollkommen einwandfreie Blöcke verwendet werden, wie der in Q 9 liegende Quader mit einer antik abgebrochenen Ecke zeigt. Die Binder reichen bis ca. 10 cm an die Tam­bourmauer heran, während die Läufer teilweise mehr als 30 cm davon entfernt bleiben. Die Stufenkante der unteren Blockreihe ist 1,08 m von der Tambourmauer entfernt. Der einzige noch erhaltene Block der zweiten Stufenreihe tritt mit seiner Vorderkante 11 cm hinter die untere Stufenkante zurück. Er ist 0,99 m lang und 0,60 m tief (Block 7, Taf. 9, 15). Nach seiner Länge zu urteilen, dürfte es sich um einen Läufer handeln. Vermutlich setzte sich auch die zweite Stufenreihe abwechselnd versetzten Läufern und Bindern der unteren

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