K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1994/3. (Veszprém, 1994)

Vorträge - ROTH-RUBI, KATRIN: Villenanlagen im Schweizerischen Mittelland und ihr Bezug zum frühmittelalterlichen Siedlungsbild: einige Fallbeispiele

ber und Grabgebäude in Wohnteilen (Keller, Bäder) und daraus hervorgehende Kirche ist mehrheitlich im nördlichen Abschnitt des betreffenden Territoriums anzutreffen. Es grenzt sich gegen den Siedlungsablauf ab, den ich hier unter 4 beschrieben habe; den Unterschied versuchte ich dort zu erklären. Mit den fünf dargelegten Möglichkeiten meine ich die Bandbreite der Abfolgetypen eini­germassen erfasst zu haben. Ziel dieser Einteilung ist nicht eine Typologie, die Gefahr läuft, Grenzen zu setzen, wo Übergänge sind; sie soll vielmehr als Hilfsmittel verstanden werden, mit dem die Norm von der Ausnahme zu scheiden und regionale Besonderheiten zu fassen sind. Unter diesem Gesichtswinkel sei das vorliegende zur Diskussion gestellt. ABKÜRZUNG AS Archäologie der Schweiz. Mitteilungsblatt der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte - SGUF. ANMERKUNGEN 1. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Fragestellung betrachte ich jeweils die Siedlungstätigkeit an dem be­grenzten Platz eines Gutshofes und nicht in einer Gegend oder einer Region, wie dies in Ausschnitten gemacht wurde, z.B. MARTIN-K1LCHER, St.: Die Funde aus dem römischen Gutshof von Laufen-Müschhag 1980. 113-130.; WINDLER, R.: Zur Siedlungsgeschichte der Gegend von Bulach im Frühmittelalter. AS 13. 1990. 67-79. 2. Vgl. SENNHAUSER, H. R.: Archäologie und Denkmalpflege. Bündner Monatsschrift 6. 1990. 409-417. 3. Ich beziehe mich hierbei ausschliesslich auf das Arbeitsfeld der Archäologie und deren spezifisches Quellen­material und nicht auf die übrigen historischen Forschungszweige. 4. Die Anregung zur Beschäftigung mit dem Thema geht auf ein Gemeinschaftsseminar mit H. R. Sennhauser: Professor für Mittelalter-Archäologie, Universität Zürich im Winter 1991/92 zurück. Ihm verdanke ich das we­sentliche dieses Beitrages. 5. Die Verknüpfung dieser Einfälle mit dem Jahr 259/60 n.Chr. ist schon längere Zeit hinterfragt worden; vgl. zu­letzt und mit einer Übersicht über die ältere Literatur: UNRUH, F.: Kritische Bemerkungen über die histori­schen Quellen zum Limesfall in Südwestdeutschland. Fundberichte aus Baden-Württemberg 18. 1993. 241­252. In Übereinstimmung mit Unruh sehe ich hinter den „Alemanneneinfällen" eine Entwicklung, die sich nicht auf genaue Daten festlegen lässt. Ich wähle deshalb bewusst die unscharfe Datierung auf eine Jahrhun­derthälfte. 6. Vgl. DRACK, W.: Die Gutshöfe. In: Ur- und frühgeschichtliche Archäologie der Schweiz. Band 5. 1975.49-72. 7. Münzen: MARTIN, M.: Die Zeit um 400. In: Ur- und frühgeschichtliche Archäologie der Schweiz, Band 5. 1975. 171-184. spez. Abb. 2. S.172. 8. Die in der älteren Literatur publizierten Inventare, deren Endpunkt in der 2. Hälfte des 3. Jh.n.Chr. liegt, stam­men oft nur aus dem Herrenhaus; vgl. etwa ETTLINGER, E.: Die Kleinfunde der römischen Villa von Benn­wil. Tätigkeitsbericht der Naturforschenden Gesellschaft Baselland 16. 1946. 57-88. 9. Vorläufig RYCHENER, J.-von KAENEL, H.-M. et al.: Der Münzhort aus dem Gutshof in Neftenbach. Zür­cher Denkmalpflege, Archäologische Monographien 16. 1993. 9-28. Die Ausnahme bildet ein Follis des Maxi­minus Daia, a.a.O. S.17. 10. Meines Wissens ist im umschriebenen Gebiet der Fall einer ungebrochenen Gutshofbesiedlung von der frühen bis zur späten Kaiserzeit in annähernd gleichem Umfang und einem Siedlungsende bei Abzug der römischen Herrschaft nicht bekannt. Daher wird diese Möglichkeit hier nicht eigens aufgeführt. 11. ROTH-RUBI, K: Die Villa von Stutheien/Hüttwilen TG. Ein Gutshof der mittleren Kaiserzeit. Antiqua 14. 1986. 43. Die recht gute Plan- und Fotodokumentation der Grabung von 1928 hat H. R. Sennhauser freundli­cherweise auf späte Veränderungen hin durchgesehen, leider erfolglos. 12. DRACK, W.: Der römische Gutshof bei Seeb, Gem. Winkel. Berichte der Zürcher Denkmalpflege. Archäolo­gische Monographien 8. 1990. 106. 13. BÖGLI, H.-ETTLINGER, E.: Eine gallo-römische Villa rustica bei Rheinfelden. Argovia 75. 1963. 5-41. 14. TERRIER, J.: Les origines de l'église de Vandoeuvres GE. AS 14. 1991. 229-236. TERRIER, J.-HALDI­MANN, M.-A.-WIBLÉ, F.: La villa gallo-romaine de Vandoeuvres (GE) au Bas-Empire. AS 16. 1993.25-34.

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