K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1994/3. (Veszprém, 1994)

Vorträge - PARATTE, CLAUDE-ALAIN: Zwei grosse gallo-römische Villen des Schweizer Mittellandes

Mosaik bedeckt und mit reichen Wandmalereien verziert waren. Die Zimmer öffneten sich auf einen Innenhof, der von einer Säulenhalle mit Peristyl eingefaßt war. Der Säulenstuhl, sowie mehrere Bruchstücke der Säulen sind in situ geblieben. Die im S-Teil des Gutes stehenden Überreste haben die gleichen Grundriße, wie das oben niedergeschriebene Herrenhaus (Abb. 6,B). Deshalb können wir denken, daß die Villa zwei pars urbana hatte, die sich auf den beiden Seiten des Gutes befindeten. Die Nebeneinander­stellung und das Loshaken zweier, in der Mitte der östlichen Hofmauer stehenden Gebäude, sowie das Anwesen einer Mauer, die an dieser Stelle das pars rustica trennt, könnte es denken lassen, daß es sich um zwei, in verschiedenen Epochen gebaute Villen handelt (Abb. 6,C). Zum Schluß muß man im S-Teil der Hofanlage das Anwesen eines Tempels oder Mauso­leums bemerken. Dieses Gebäude könnte der Villa angehört haben (Abb. 6,D). Die Villa, die am Anfang des II. Jh. nach Chr. gebaut wurde, funktionierte bis zum Ende des III. Jh., danach ist sie bis zum Anfang des V. Jh. besetzt worden. Die Besitzer haben ei­nige Teile des nördlichen pars urbana wiedergebraucht und modifiziert (Abb. 7.1, 7.2, 7.3). ANMERKUNGEN 1. Siehe von GONZENBACH, V.: Die römischen Mosaiken von Orbe. Basel 1974. (Archäologische Führer der Schweiz Nr 4); DRACK, W.-FELLMANN, R.: Die Römer in der Schweiz. Stuttgart 1988. 463^65. 2. Ref.: Archéologie Suisse (AS) 1978. 2. 84-86.; Annuaire de la Société Suisse de Prhéhistoire et d'Archéologie (ASSPA) 69. 1986. 276.; ibid. 71. 1988. 195-203., und 271-273.; ibid. 72. 1989. 281-285.; ibid. 73. 1990. 220.; ibid. 74, 1991. 273-274.; ibid. 75. 1992. 222-223; ibid. 76. 1993. 212-213. 3. Die Ausgrabungen sind noch nicht beendet, deshalb geben wir hier nur eine kurze Deskription der Szene. 4. Ref.: ANDRÈS-COLOMBO, M.: La villa gallo-romaine d'Yvonand-Mordagne et son cadre rural, in Etudes de Lettres, 1982-1. 85-103.; ASSPA 74. 1991. 281.; ASSPA 75. 1992. 230-231.; ASSPA 76. 1993. 223.; DRACK, W.-FELLMANN, R.: op. zit. 565-567. Abb. I : Karte der römerzeitlichen Schweiz mit den Hauptverbindungsstraßen und mit den Villen von Orbe und Yvonand. (Dokument des Röm. Museums von Lausanne-Vidy)

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