Savaria – A Vas Megyei Múzeumok Értesítője 34./1 – (2011) (Szombathely, 2011)

RÉGÉSZET - Molnár Attila - Farkas Csilla: Hallstatt-kori település Vát - Bodon tábla lelőhelyen. Előzetes közlemény

MOLNÁR Attila - FARKAS Csilla ROMSAUER, Peter 2003 rtópcxuvoi. Prenosné piecky a podstavce z doby bronzovej a doby zeleznej. Nitra 2003. SCHMID, Walter 1915 Die Ringwälle des Bacherngebietes. Mitt. Prähist. Komm. II/3, 1915, 229-305. SCHWAMMENHÖFER, Hermann 1975 Pillichsdorf. FÖ 13, 1974 (1975), 85-89. SIEGFRIED-WEISS, Anita 1979 Der Ostalpenraum in der Hallstattzeit und seine Beziehungen zum Mittelmeergebiet. Hamburger Beiträge zur Archäologie VI, 1979. SIMEK, Marina 2004 Grupa Martijanec-Kaptol (Martijanec-Kaptol-Gruppe). in: Ratnici na razmedu Istoka i Zapada - Starije zeljezno doba u kon­tinentalnoj Hrvatskoj (Kreiger am Scheideweg zwischen Ost und West). Zagreb 2004, 79-129. STEGMANN-RAJTÁR, Susanna 1992 Spätbonze- und früheisenzeitliche Fundgruppen des mittleren Donaugebietes. BRGK 73, 29-179. STORNO, Miksa 1942 Leletek a harkai „Pfennigwald"-ból (Sopron megye). Funde aus dem Harkauer "Pfennigwald". AÉ III, 3, 1942, 144-150. STUDENÍKOVÁ, Etela 2003 Spätbronzezeitliche und frühhallstattzeitliche. Brunnen in der Slowakei. Antaeus 26, 2003, 13-24. SÜMEGI Pál 2007 Jelentés a Vát, Hosszú-víz patak allúviumán mélyített fúrá­sok szedimentológiai, palinológiai elemzésének eredményei­ről. - Manuscript. Savaria Múzeum Régészeti Adattár 2205­07., pp. 21. SZOMBATHY, JOSef 1903 Die Tumuli von Gemeinlebarn. Mitt. Prähist. Komm 1, 1890 (1903), 49-77. TERZAN, Biba 1990 Starejsa zelezna doba na Slovenskem Stajerskem ­The Early Irón Age in Slovenian Styria. Kat in Monogr. 25. Ljubljana 1990. 1996 Weben und Zeitmessen im südostalpinen und westpannon­ischen Gebiet, in: E. Jerem - A. Lippert (Hrsg.): Die Osthall­stattkultur. Akten des Internationalen Symposiums, Sopron, 10.-14. Mai 1994. Archaeolingua Band 7. Budapest 1996, 507-536. TIEFENGRABER, Georg 2008 KG Leitendorf, SG Leoben, VB Leoben. Die Abteilung für Bodendenkmale des Bundesdenkmalamtes. Jahresbericht 2007. FÖ 46, 2007 (2008), 54. VINSKI-GASPARINI, Ksenija 1961 Iskopavanje knezevskog tumulusa kod Martijanca u Podravini (Ausgrabung eines hallstättischen Grabhügels bei Martijanec in Draugebiet). Vjesnik Arheoloskog muzeja u Zagrebu, Serije III Svezak II, 1961, 39-66. Attila MOLNÁR - Csilla FARKAS DIE HALLSTATTZEITLICHE SIELDUNGSRESTE VON VÁT-BODON TÁBLA (EIN VORBERICHT) In den Jahren 2006-2007 wurde eine Notgrabung vor den geplanten Baumaßnahmen an der Fundstelle von Vát­Bodon tábla durch die Mitarbeiter des Savaria-Museums unter der Leitung von Csilla Farkas durchgeführt. Die Ausgrabungen brachten Fundmaterial aus mehreren Epochen zutage, darunter auch hallstattzeitliche Sied­lungsreste. Während der Freilegung eines Objektes der Siedlung wurde ein großes, verziertes Fundstück gebor­gen - nach unserer Auffassung handelt es sich um einen verzierten Tonaltar. Dieser große, dreifüßige Tongegen­stand mit zwei nach außen schauenden Köpfen und einer komplexen Mäanderkombination auf der Vorderseite wurde, in mehrere Bruchstücke zerbrochen, auf dem Boden eines großen, viereckigen Gebäudes, mit einem Pfosten in der Mitte, gefunden. In seiner Umgebung wur­den drei ähnlich große Bauten ergraben. In zwei dieser „Häuser" befand sich neben deren südlichen Wand eine rechteckige Vertiefung, die in einem Fall durch eine kleine Mauer gebildet wurde. Die Größe der Vertiefungen ist fast identisch und entspricht etwa der Größe des Altars: Diese Tatsache wirft die Möglichkeit auf, dass diese Stellen für ähnliche Altäre gebaut wurden. Den südlichen Bereich des Gebäudes, wo unser Altar gefunden wurde, konnte man leider nicht ausgraben, so bleibt es ungewiss, ob man hier auch mit einer ähnlichen Struktur zu rechnen hat. Weitere Altarbruchstücke kamen auch in den drei anderen Gebäuden zutage. Die Besonderheit des Altars von Vát ist auch sein Mäandermotiv, das im Ostalpengebiet auf den Fundstücken mit hohem Prestigewert oder im kultischen Bereich erscheint. Die Theorie wird in Vát noch von den Fragmenten eines mit Mäanderornamentik verzierten Prunkherdes, welcher auf der gleichen Fundstelle freigelegt wurde, unterstützt. Die Fundstelle von Vát, die in die Periode D1 (eventuell Ende HaC2) datiert wird, ist eines der spannendsten hallstattzeitlichen Fundorten der letzten Jahre, ihre Veröffentlichung wird in der Zukunft hoffentlich Antworten auf viele offene Fragen geben können. 66

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