Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 24/3. (1997) (Szombathely, 1997)

Etela Studenikova: Késő bronzkori bronzleletek Eger környékéről

SAVARIA A VAS MEGYEI MÚZEUMOK ÉRTESÍTŐJE SZOMBATHELY 24/3 (1998-1999) PARS ARCHAEOLOGICA 1999 ENDBRONZEZEITLICHE FUNDE AUS DER UMGEBUNG VON EGER ETELA STUDENÍKOVÁ Commenius Universität Seminar f. Archäologie d. Phil. Fakultät Bratislava In den letzten zwei Jahrzenten intensivierten sich abermals die Erforschung und Diskussionen über die sog. kimmerischen Bronzen im Karpatenbecken und in Südosteuropa. Außer der aktuellen Veröffentlichung neuerworbener Fundverbände aus dem Karpatenbecken (KEMENCZEI 1981; NEVIZÁNSKY 1985 u. a.), nehmen einen verhältnismäßig umfangreichen Raum auch analytische Beiträge ein, die auf die komplexe Beurteilung und auf einzelne Bereiche dieser Problema­tik gerichtet sind (wie z. B. KOSSACK 1980; CHO­CHOROWSKI 1993; METZNER - NEBELSICK 1994; 1996). Mit bedeutendem Anteil zur besseren Erken­nung der materiellen Kultur und der kulturell-histo­rischen Verhältnisse der vorskythischen Zeit hat vor allem die Veröffentlichung von Fundverbänden aus manchen Gräberfeldern aus dem nordpontischen und nordkaukasischen Gebiet und ihre Auswertung beigetragen (KOSSACK 1983; KOZENKOVA 1989; 1992 u. a.). Eine Bedingung für die weitreichende historische Interpretation der nachweisbaren Einflüsse aus dem nordpontischen Raum, ihrer Qualität und ihrer Ausprä­gung im Karpatenbecken ist u. a. die systematische Bearbeitung älterer Funde mitsamt den Einzelfunden und ihre komplexe Veröffentlichung, und zwar auch im Falle, wenn die Fundumstände fehlen. Aus der Slowa­kei gehört zu solchen die bisher unveröffentlichte Beg­leitkeramik aus dem zweiten Körpergrab in Senica nad Myjavou (BUDINSKY - KRICKA 1947, 99), von wel­cher sich lediglich die Photodokumentation erhielt und einzelne, gerettete Funde aus Körpergräbern der Mező­csát Kultur aus Krizovany nad Dudváhom und aus Jas­lovské Bohunice (Abb. 3: 1-A)? Den Bericht über den Fund des Körpergrabes in Krizovany nad Dudváhom (Dudváh) und die Zeichnungen der Phaleren und des Eisenringes gewährte mir zur Verfugung Dr. J. Paulik, CSc. Die Funde aus den Körpergräbem in Jaslovské Bohunice „Sidunky" (angeblich eine Im archäologischen Teil der Sammlung des Evan­gelischen Lyzeums in Bratislava, der in Nachkriegs­jahren in den Sammlungen des SNM in Bratislava de­poniert war, befinden sich mehrere Gegenstände, bzw. Komplexe aus der Endbronzezeit und aus der Früh­hallstattzeit. Erwähnt sei z. B. der Bronzehortfund aus Ocová, der zur Hortfundstufe Sitno gehört (PAULÍK 1982,19, Abb. 1-2) und der nach der Benennug T. Ke­menczeis (1996, 84) mit dem Depotfundhorizont IVb synchronisierbar ist; weiter ein Wendelring mit rech­teckigem Hakenverschluß, bronzene tordierte Bügel­henkel mit Vogelprotomenenden und andere Funde an­geblich aus Trás (Kern. Nógrád) und mehrere Funde aus „Podhragy". In diesem Beitrag lege ich einen weiteren Fund­verband vor, dessen Inhalt auf Grundlage des ursprün­glichen Katalogs der Lyzeumssammlung rekonstruiert werden konnte. Es handelt sich um die Gegenstände, die aus der Umgebung des nordungarischen Eger stam­men und irrtümlich in der Literatur als Funde aus der Slowakei angeführt werden, bzw. ein Teil von Ihnen wurde in „Podhradie" lokalisiert (FARKAS 1984). Schon wegen der Beseitigung möglicher Zweifel über die Lokalisierung der Kollektion in den Umkreis von Eger erwähne ich auch genauere Angaben über jene Er­zeugnisse, bei denen im Originalverzeichnis tatsächlich der Fundort „Podhragy" angeführt wird. UMGEBUNG VON EGER (Kom. Heves) Die Funde gelangten in die Lyzeumssammlung als Geschenk von dem bekannten Antiquitätssammler F. Kubinyi. Im ursprünglichen Verzeichnis, das von M. Györik stammt (1895), sind sie unter den Nr. 574-581 Eisenlanzespitze, ein Schwert und Bronzegegenstände), konnten außer einer Tasse (Abb. 3:4) nicht gerettet werden. 309

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