Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)
I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien
den durchbrochenen Exemplaren gleichfalls allgemein verbreitet, es sind uns zahreiche Varianten und auch aus mehreren Pelten zusammengesetzte Motive bekannt. 145 Typ.X. 5.4. Fo.: Intercisa (Inv.-Nr.: 67.2.388.2.). Aus Grab 806 des Großen Gräberfeldes. 146 Siehe: Karte 6. Nr. 10. Eine nähere Zeitbestimmung des im späten Gräberfeldabschnitt gefundenen Grabes ist nicht bekannt. Auf Grund des Musters des Ansatzes des Stückes halte ich es für einen Fund aus dem 3. Jh. Die nebeneinander komponierten drei zusammengeflochtenen, durchbrochenen Peltamotive in einer nicht erhabenen, keltischen, sondern flachen Ausführung kommen unter den durchbrochenen Exemplaren eher im 3. Jh. vor, wie ich hierauf bereits im Anschnitt über die Motive hingewiesen habe. 147 Der Ring ist erhaben ausgeführt, liegt etwas höher als der Ansatz, ziemlich weit vom Schlitz, ist mit kleinen Knöpfen, und "X"-förmigen, tiefen Einkerbungen verziert: eine Einzellösung. L: 82,5 mm, Dm: 63 mm, D des Ansatzes: 3 mm, D des Ringes: 4 mm, Dm des Anschlages: 6-7 mm. Typ. XI. 5.3. Fo. : Rust (Inv.-Nr. : 7879) 148 . Es sind späte Gräber zum Vorschein gekommen. Grab Nr. 15 enthielt das Skelett eines auf dem Rücken liegenden, auffallend hohen Mannes in W-0 Orientierung. Die Ringfibel war „40 cm links vom Becken" (Sp. 147). Dieses Exemplar ist in unserem Material insofern ein Einzelstück, da sich der verhältnismäßig einfache Ansatz (wgl.: Taf. 1-4.) in einem stark profilierten Ringkörper fortsetzt, an beiden Seiten mit je einer Doppelgliederung, die bei den auf frühkeltische Wirkung hinweisenden, durchbrochenen Metallarbeiten üblich ist, 149 Diese Gliederungen bestimmen im voraus, wie weit der Dorn auf dem Ringkörper verdreht werden kann: ungefähr rechtwinkelig. L: 70 mm, Dm: 62 mm. - Fo. : Seine Analogie ist aus Poetovio (Mus. Ptuj) zum Vorschein gekommen, auch die Größe stimmt im großen und ganzen mit dem vorherigen überein, nur der Ansatz hier oben in ein Dreieck ausgeht (vgl. Taf. 4.1-2). Die Angaben sind mir aus meinen alten Aufzeichnungen bekannt. Die Datierung des obigen Typs XI. kann vielleicht gleichfalls auf das 3. Jh. gesetzt werden. 150 Dieser Annahme widersprechen die Fundumstände des Exemplars aus Rust nicht. 5.5-10. Ziegt die Exemplare und ihre Varianten (Typ XII-XIII Nr. 5-6.) deren Ansätze ebenfalls eine Verwandtschaft mit den durchbro-