Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien

Typ VII. und Varianten Taf. 4.12a­15. Karte 4. An dieser Tafel sehen wir ziemlich einheitlich einen solchen Typ, an dessen Ansatz oben kein gewöhnlicher Ring (Taf. 4.4a-l 1), sondern ein in zwei Teile geteilter Ring bzw. vielmehr eine peltenartige Endung und ihre Variante zu sehen sind. Dieser Typ wurde auch in Savaria herge­stellt Taf. 4.4a-b. Es sind insgesamt 5 solche Exemplare und eine Analo­gie aus Noricum bekannt (Taf. 4.14). Sie gehören eher zu den größeren Stücken: ihr Durchmesser beträgt 54-65 mm. Aus dem Inneren von Pannonién ist dieser Typ nicht bekannt. Vgl. Karte 4. - Darunter befin­det sich kein datierbarer Fund, die allgemeine Zeitbestimmung von M. Alföldi für die aus Intercisa stammenden Stücke kann auch auf diese gezogen werden: Ende des 3., bzw. Anfang des 4. Jhs 135 . 4.12.a-b. Fo.: Savaria (UngNatMus Inv-Nr.: 165/1909, 2 durch An­kauf). Ohne nähere Ortsbestimmung. Das Stück ist praktisch vollstän­dig, bloß die peltenförmige obere Endung des Ansatzes wurde nicht völ­lig abgeschliffen, ziselliert. Die Ausarbeitung des Ansatzes ist, von den bisherigen abweichend, plastisch. Die Anschläge (die linkseitige ist ab­genützter) wurden tiefer als die Oberfläche des Ringes, nämlich auf den Ansatzteil angebracht. L: 68 mm, Dm: 54 mm, D des Ansatzes: 2 mm, D des Ringes: 4 mm. 4.13. Fo.: Intercisa (UngNatMus 47/1907, 28). Das Stück stammt aus dem westlichen Teil des Großen Gräberfeldes, Prz. 1761, aus dem Weingarten des István Nagy. 136 Siehe: Karte 6. Nr. 8. M. Alföldi bringt die Zeichnung des Stückes und datiert es auf Grund der übrigen, ähnli­chen Exemplare auf das Ende des 3. bzw. den Anfang des 4. Jhs. 137 Der Ansatz des im Vergleich zum Durchschnitt kleineren Exemplars ist massiv ausgebildet, er besteht aus wenig geschweiften Pelten, auf dem oberen Teil mit einem kleinen Ansatz. Hier sind drei eingeritzte kleine Ringverzierungen zu sehen. L: 48 mm, Dm: 34,5 mm, D: 2,5 mm. 4.14. Fo.: Watsch (Österreich, UngNatMus Inv.-Nr.: alte Nummer 12/1913, neue Inv.-Nr.: 56.40.4. 138 Dieses aus Noricum stammende Stück führe ich deshalb auf, weil es sich eng den pannonischen Stücken anschließt. Der Ansatz des großen, massiv bearbeiteten Exemplares besteht aus zwei nebeneinander gelegten, und mit Durchbruchtechnik ausgeführten Pelten. Dieses Muster ist schon gänzlich von keltischem Ursprung, den mit der sog. Opus-Interrasile-Technik ausgeführten Stücken verwandt. Jedoch könnte man es wagen, das Stück angesichts der Ausführung seines Ansatzes vielmehr auf die erste Hälfte des 3. Jhs 149 zu setzen .

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