Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien

Das Stück ist bei der 1943 von. A Radnóti geführten Ausgrabung aus Grab 6 zum Vorschein gekommen. Den Fund datiert die Probus­Münze auf das Ende des 3. Jhs, auf die Zeitbestimmung dieses Grabes gehen sowohl К Sági wie auch D. Gabler ein 119 . Die Form des Ansatzes schließt sich den vorangehenden Exemplaren an und kann auch als Weiterentwicklung dieser aufgefaßt werden. Die zwei Seitenranken deuten hier nämlich schon je einen erkennbaren stilisierten Pferdekopf an. Bei den Analysie der bisherigen Stücke konnte man dies nicht mit solcher Sicherheit behaupten. Auf dem Ansatz ganz oben ist eine abge­nutzte Einkerbung zu sehen. L: 67 mm, Dm: 52 mm, D des Ringes: 4,5 mm, D des Ansatzes: 2,5 mm. -Fo.: Keszthely-Fenékpuszta (Mus. Keszthely). В. Kuzsinszky teilt das Bild eines mit ahnlichem Ansatz gefertigten Exemplares mit, 120 jedoch , sind die Tierköpfe andeutenden Ranken hier langer, etwas geschweifter ' als bei dem Exemplar aus Gerulata. ( - Fo. : Carnuntum. Ein aus dem Amphithearter zum Vorschein gekom­menes sehr ähnliches Exemplar 121 , jedoch sind hier die Pferdeköpfe noch kräftiger und der obige Mittelteil zwischen den beiden Tierköpfen ist hier größer. L: ca. 45 mm, Dm: ca. 30 mm. Etwas abweichende, sich jedoch im wesentlichen eng. anschließende Analogien zum pannonischen, mit Tierköpfen verzierten Typ kennen wir aus der zweiten Hälfte des 4. Jhs z.B. aus dem sog. Saxonen-Gebiet in Nord-Holland. Bei den vorgeführten Beispielen aus Ezinge (Mus. Groningen) sind die Tierköpfe noch charakteristischer, geierförmig geformt. 122 Typ IV. Taf. 3.14-19. Karte 3. Ziemlich einheitlich ist dieser Typ, die Ausführung des Ansatzes ist bei jedem fast gleich: sie verzweigen sich am Rand sogar in mehrere Ran­ken; bei diesen kennen wir einige Varianten. Es sind bei uns bisher ins­gesamt 8 St. bekannt, die jedoch fast alle möglichen Größen zeigen. Auf­fallend ist es, daß dieser Typ bisher im Donauraum (mit Ausnahme von Brigetio) noch nicht zum Vorschein gekommen ist. Zu Zeitbestimmung dient der Grabfund aus dem 4. Jh. aus Ságvár als Grundlage. Die Exemplare von Savaria unter Nr. 15. und 19. wurden einer Röntgen­emissionsuntersuchung unterzogen. 3.14. Fo.: Savaria ohne nähere Fundangaben. (Inv.-Nr.: 54.762, 32). Von dunkelgrüner Patina bedeckt; am Rand des Ansatzes oben sind vier keilförmige Erweiterungen zu sehen. Die rechseitige Ranke befindet sich etwas niedriger. Der Ringkörper ist geborsten, verbogen, ziemlich abgenutzt.

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