Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien

ähnliche „Schließe" zum Vorschein gekommen. Im Grab war das Ske­lett SW-NO orientiert, lag 1,10 m tief. Die Lage der Beigaben: die Schließe lag vor dem Kinn. R. Pittioni nennt diesen Fibeltyp: Schließe oder Schnalle. Kreisförmig, mit angesetztem Hakenöhr, auf dem Ansatz mit drei Querlinien verziert. Am obersten Teil des Ansatzes ist ein kleines Fragment zu sehen. L: 66 mm, Dm: 51 mm, D: 4 mm. Vom Gräbfeld hat Pittioni festgestellt, daß es wahrscheinlich mit dem 3. Jh. begonnen wurde, seine Belegzeit dauerte, bis zur Mitte des 4. Jhs 102 , was auch der Datierung unseres Stückes entspricht. 2.7. Fo.: Dalj (Jugoslawien). Dieses aus Südpannonien stammende Exemplar führe ich nicht im Zusammenhang mit meiner persönlichen Materialsammlung an, sondern habe noch in den 30er Jahren von Herrn Prof. A Alföldi die Angaben erhalten. Das Stück schließt sich zwar unserem Material an, es weicht jedoch ab, da sein Ringkörper breit, und flach ausgearbeitet ist und an beiden Seiten am Rand Einker­bungen zeigt. Diese sind auch am oberen Teil des Ansatzes zu sehen. Der Schlitz des Ansatzes verengt sich keilförmig, damit das Ende des Domes gerade hineinpaßt. Die Form des Ansatzes ist eine Variante der bisherigen Typen; der sich erweiternde, massive Ansatz wurde oben mit Einkerbungen und an beiden Seiten mit kleinen abgebogenen Ranken hergestellt. Sie erinnert uns an die Peltaform. Es ist hervorzuheben, daß die ganze Oberfläche flach ausgeführt wurde. L: ca. 70 mm, Dm: 53 mm, L des Domes: ca. 51 mm. In Sv. Juraj, bei Senja (Dalmatien in Jugoslawien) im Gebiet des alten Hl. Georgs (Vízi Szt. György) ist ein analoges Stück aus Silber zum Vor­schein gekommen, das H. Brunsmid beschrieben hat: das Exemplar ist gleichfalls breit, und hat einen flachen Ringkörper, auf dem ringsum eine Inschrift eingraviert ist; INVTDI CREPEN - invidi crepere(t), was dem üblichen Wunsch: UTERE FELIX entspricht 103 . (Vgl: Taf. 5.13.) Auch der Ansatz ist Taf. 2.7. ähnlich. Der Dom is vorhanden. 2.8. a-b. Fo.: Intercisa (UngNatMus Inv.-Nr.: 3/1950,162). Das Stück stammt aus der von L. Barkóczi und К Sági geführten Ausgrabung des Jahres 1949, aus Grab Nr. 81, im Weingarten der (früheren) kath. Kir­che, Prz. 2058. (Siehe: Karte 6. Nr. 4.) Die Tiefe des gestörten Skelett­grabes betmg 105 cm. Die Lage des Skeletts war nicht feststellbar. Bei­gabe: nur eine ringförmige Bronzeschnalle. Datierung: wahrscheinlich in das 4. Jh. 104 . Die „Ringschnalle" (Taf. 2.8. a-b.) ist in ziemlich schlechtem Zustand erhalten geblieben, der Ringkörper war in zwei Stücke zerbrochen, die aber zusammengefügt werden können. Der Ansatz ist einfach, ähnelt eher der Ausführung des Typs I, biegt jedoch das Ende an beiden Seiten 62

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