Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

I. Sellye: Ringfibeln mit Ansatz aus Pannonien

schein gekommen. Diese Fibel ist eine seltene Form in der germani­schen Umgebung. Ähnliche waren im Gebiet der Provinz (Germanien) verbreitet. Der Aufsatz von J. Werner bringt auch noch andere Analo­gien, deren Zeit er auf das 3. Jh. setzt. Diese dürften bis in die Jahre 300 in Mode gewesen sein 97 . 1.14. Fo.: Intercisa (UngNatMus Inv.-Nr.: 10/1903, 113). Aus dem Weingarten des M. Nyuli (Öreghegy, Prz. 2060. Teil I. des Gräbfeldes). (Siehe Karte 6. Nr. 2.) Die Zeichnung ist im Intercisa-Korpus zu finden, ihre Zeit wird von M. Alföldi, zusammen mit den sonstigen Fibeln, auf das 3-4. Jh. gesetzt. Das Stück ist aus einem solchen Gräberfeldab­schnitt zum Vorschein gekommen, der auf die zweite Hälfte des 4. Jhs verweist 98 . Der Ansatz der Fibel ist eigens profiliert und mit einer gera­den, quergestellten Linie abgeschlossen; seine Enden reichen über den Rand des Ansatzes. Auf dem Ringkörper sind schwache Einkerbungen zu sehen. Die Vorderseite tritt ausgeprägt hervor. Auf dem Ring ist ein kleiner rest des Eisendornes zu sehen. Der Rand ist neben dem linken Anschlag geborsten. L: 51,5 mm, Dm: 40 mm, D des Ringes: 3,5 mm, Br des Randes: 6 mm. - In einem unbekannten Fundort des Kom. Veszprém ist ein ähnliches Exemplar zum Vorschein gekommen (Mus. Veszprém Inv.-Nr.: 63.112.1.). L: 59 mm, Dm: 45 mm. Aus Kastell Saalburg teilen mehrere Verfasser eine ähnliche Fibel, wie unter 1.14. mit, jedoch handelt es sich um das gleiche Exemplar 99 . Ihr Ansatz ist mit kleinen Einkerbungen verziert (Inv.-Nr.: P. 7457). J. Oldenstein bemerkt im Zusammenhang mit diesem Typ: Diese Schnallen sind schon sehr späte Exemplare für das Limesgebiet. Die Parallelstücke, die vornehmlich im Donauraum zu Tage kamen, lassen sich in das späte dritte und in das vierte Jahrhundert datieren. 100 1.15. Fo.: Keszthely (Inv.-Nr.: 55-20.6., Aus der V. Lipp-Samml.). Den vorangehenden ähnlicher Einzeltyp: der Abschluß des Ansatzes lag nicht am Ende, wie es im allgemeinen üblich war, sondern schon bei den Stielen des Ansatzes. Die Vorder- und Rückseiten sind gleichförmig erhaben ausgestaltet. Das Stück ist ziemlich abgenützt, die Anschläge sind nicht mehr wahrzunehmen, auch der Ringteil wurde nicht gleich­förmig ausgearbeitet, er ist zuweilen breiter. Vielleicht ist auch dieses Stück ein nur zur Hälfte fertig gewordenes Fehlstück. L: 45,5 mm, Dm: 33 mm, D des Ansatzes: 3 mm, D des Ringes: 2,5 mm. 1.16. Fo.: unbekannt (Inv.-Nr.: 54.33.76.). Ein Exemplar mit dem bis-

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