Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 17-18. (1983-1984) (Szombathely, 1989)

Régészet - Fekete Mária: Késő-hallstattkori lakóház leletmentése Csöngén

Zu den charakteristischen Formen gehört die leicht eckig biegende Schüssel mit eingezogenem Rand (Abb. 3, 2, 5; Abb. 4, 4-5). Die Verzierung der Hauskeramik weicht von der in den Gräben gefundenen ab. Während die rituálén Gefäße - die Grabkeramik - leicht gebrannt und bemalt (oder mit Foliendekokr versehen) sind, ist dieses Material tüchtig ausgebrannt, und ein großer teil Teil der für bemalt scheinenden Muster durch das Glätten des Tons von hohem Graphitgehalt mit Kieseln „hervorgerufen". Die Hauptsächlichsten Motive sind : gestreifte Bemalung (Abb. 3,2-9,12-13), manchmal mit schräger Strichelung (Abb. 3, 6, 9, 11, 12.), mit Nezt-(Abb. 3, 2, 7-8.) bzw. Gittermuster (Abb. 4, 1-3.). Deren Parallelen sind aus Kamegg, Tihomerice, Pilismarót usw. be­kannt. 27 " 31 . Charakteristische Formen sind die Schüssel und Schale mit starker Bauchung, mit Warzen, Kannelierung oder senkrechter Linierung (Abb. 5, 2-3.) 32 " 38 . Die roh bearbeiteten Decken (Abb. 4, 7-10; Abb, 7, 2), die graphitkörnigen Situlen (Abb. 5, 17; Abb. 6, 3), die mit Steingries gemagerten und Töpfe, Näpfe (Abb. 5, 16, 18; Abb. 6,1,4-5) mit Rippenmuster oder eingestochener Punktreihe sind allgemein verbrei­tete Stücke der Hauskeramik der Hallstattzeit. 39 Das Durchlöchern des tonnenförmigen Napfes diente vielleicht zum Aufhängen (Abb. 5, 16). Die Rostplatten der Feuerstellen (Abb. 7, l) 41 und die verschiedenen Formen der Tongewichte (Abb. 7,4-6) sind allgemei­nes Zubehör der Häuser der Urzeit. 42 Unter den Spindelknöpfen bzw. Tonperlen sind die rundlichen und konischen, die mit gerippten Rand und die trichterförmigen eher für die zweite Hälfte der Früheisenzeit charakteristisch (Abb. 5, 11-15). 43 Auch die Blaue Glasperle ist nicht unbekannt im hallstattzeitlichen Material Transdanubiens (Abb. 5, 10). 44 Aus der Schuttschicht des Hausen kamen Knochen von Haustieren (Schafe: 18, Rinder: 11, Schweine: 17) und auch ein Geweihwekzeug, ein im Schnitzen befindliches Hornstück eines Edelhirsches (Abb. 8, 7) hervor. Das gezeigte Fundmaterial kann aufgrund seiner Parallelen in die zweite Hälfte der Früheisenzeit datiert werden. Die Charakterisika der spätesten Phase der Hallstatkultur - Schüssel mit angeschwollenem Rand, „Nachgehen mit der Scheibe", Drehscheibe­bearbeitung, beringte Gefäßsohle usw. - sind in diesem Material noch nicht zu finden. Von der allgemein verwendeten HaD 2 _ 3- Perioda kann die Perioda Had 2 abgetrennt werden, in die auch unser Haus gehört hatte. Das bedeutet nach der absoluten Chronolo­gie die zweite Hälfte des 6. Jh., etwa bis 500. Gleichzeitig mit dem Haus bei Csönge sind in Transdanubien die Mehrheit des Fundmaterials von Pilismarót, die Funde von Tokod-Erzsébet akna und das Material des Hauses Nr. 1/ von Sopron-Krautacker. Die vom lezten Ort stammende „Velem"-Fibel 46 , die skythische Pfeilspitze vom früheren Typ 47 , der Ring, die Glasperlen 48 und die auch zum slowenischen Material eine Ver­wandtschaft aufzeigendes Schüssel- und Flaschenformen 49 sind in die zweite Hälfte des 6. Jh. zu datieren. Die Bewohner des aus dem Überschwemmungsareal des Flusses Raab herausragen­den Hauses auf dem Kódis-domb bei Csönge wurden von einem äußerst hohen Waßers­tand der Raab zum Verlassen ihres Heims gezwungen. Im Graben des Gasrohrs sind die dunkleren Schichten der regelmäßigen Überflutungen schön sichtbar (Abb. 1, 2). Im nordwestlichen Hausteil blieb die senkrechte Wand ( = die Grube des Hauses) infolge der vertwüstenden Tätigkeit des Waßers nur bis zu einem niedrigeren Niveau erhalten (Abb. 1 ; Abb. 8), beim Zersetzen anfangs die Grundrißlinien des Gebäudes unsicher machend. 138

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