Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 11-12. (1977-1978) (Szombathely, 1984)

Néprajz - †Bárdosi János: A felsőszölnöki szlovén füstösház

am Ende ein Abort (s'ro'nek) + ein dreiteiliger Schweinestall ('lexv, 4e:ive), darüber ein Hühnerstall ('sedalo), vorne ein Geländer Çsa:las). An der Nord­seite des Wirtschaftsgebäudes — hinter dem Gang j — lief eine enge Gredn (tar'na:c), wohin sich die einzelnen Räumlichkeiten öffneten. Von der Gredn an der Südseite des Wohnhauses bis zum abbiegenden Schuppen gab es nur in die Rauchküche einen Eingang. Unter dem Grednteil vor der Westfassade der Stube befand sich ein enger, grubenartiger Keller (zaman'ica). Beide Gebäude sind aus Balken mit Kopfschrot erbaut, das Dach hat Scherenbeine und Pfetten und ist mit Schab gedeckt. Die Räumlichkeiten haben ein Balkendach mit Querdurchzugbäumen, die gegen den Hof etwa 1 m lang über die Gredn hinausragen. Mit der Ausnahme der Schweineställe halben alle Räume gestampften Lehmboden. Das Wohnhaus ist vorne geschöpft mit einem Brettergiebel, hinten abgewalmt; das Wirtschaftsgebäude ist an beiden Enden abgewalmt. Die Wand des Wohnhauses ist von aussen weissgetüncht, unten mit einer gelben Sockelzone von etwa/ 50—60 cm. Die Wand des Wirtschaftsge­bäudes, die mit Lehm, mit Häcksel und! Spreu vermengt, beschlagen ist, ist von innen und aussen lehmfarben, genauso die Innenwand von Scheune, gros­ser Kammer und Rauchküche. Der von der Gredn ans Wohnhaus führende einzige Eingang geht in die Rauchküche, und von dort fblgen nach links die Tür zur Stube und rechts die des Kämmerleins. In der inneren Ecke der Küche, an die Stube angeschlossen, steht ein Backofen ('pe:ő) mit Funkenfänger (dinzg'râbec) und Feuerbank ('niSke, 'geske), aus Ziegeln erbaut, daneben auch ein Kesselofen ('kotec, ko'tam, 'kotey,). In der Ecke zwischen der Küchentür und der kleinen Kammer — an der Grednseite — gab es eine kleine quadratische Luke, über der ein auf die Dachbodenbalken gestellter Holzschlot vorhanden war (la'sene'ro:ur). In der Stube sicherten 3 grössere, in der Küche 2 kleinere und in der kleinen Kammer 1 grösseres Fenster die frische Luft und die Beleuchtung. In der grossen Vorratskammer war kein Fenster vorhanden, sondern nur eine kleine (20 X 15 cm) Belüftungsöffnung an der Ostseite. Der östliche Teil der Decke der grossen Kammer und der Dachstuhl der ungedeckten Scheune waren schon in den Jahren vor dem Abtragen eingestürzt, wodurch der Schuppen völlig zugrundeging. Das nachträgliche Hinzubauen — Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts — des Schuppens war bereits durch die vorausgegangenen Untersuchungen bewiesen worden. Die als Tenne funktionierende Scheune war früher vorne offen. Das dop­pelflügelige Tor aus Nadelholzforettern kam erst nach der Jahrhundertwende dorthin. Der neben dem Stall befindliche einteilige und der am Anfang des Wirt­schaftsgebäudes stehende dreiteilige Schweinestall sowie der Abort sind ebenso nachträgliche Zubauten. Die Dachhaut über dem Stall mit Futterkrippen an den beiden Enden war bereits etwa vor anderthalb Jahrzehnten eingestürzt und hatte an einigen Stellen auch die Decke beschädigt. • Die Breite der Holzhütte machte ursprünglich insgesamt 125—130 cm aus Die ursprüngliche Wand zwischen der Kammer und der Holzhütte wurde entfernt und mit Schleustechnik an die Kammertür gestellt. Dadurch vergrösserte man die Holzhütte auf Kosten der Kammer. Die Stelle der ursprünglichen Tren­nungswand konnte an der erhalten gebliebenen Schrotstücken — vorne und hinten — wiedererkannt werden. 276

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