Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 5-6. (1971-1972) (Szombathely, 1975)

Helytörténet - Katona Imre: A Battyányak és a reformáció (1551–1570)

ihrer Tätigkeit. Den Anreiz für die Repräsentanten des „reformierten" Glau­bens hatten vorerst das komplizierte und damals schon ausgedehnte Instituti­onsnetz und die Güter der katholischen Kirche bedeutet. In der Zeitspanne unserer Briefe, in den Jahrzehnten zwischen 1550 und 1570, spielte sich der Hinübergang nicht nur bei den Vätern, sondern auch bei den Söhnen iaib. Mit anderen Worten ist nicht nur Kristoph Batthyány ein inbrünstiger Gläubiger Luthers, sondern auch sein Sohn, Boldizsár Batthyány. Ja sogan finden wir, in den 1560-er Jahren — nach der Tragödie bei Sziget — bereits auch die Anzeichen der Enttäuschung gegen den Protestantismus vor, und nicht nur bei den Batthyány's, sondern auch bei den Zrinyi's. Unsere Brie­fe geben nicht diese Dinge kund, sondern die Jahrzehnte der Stabilisation der Reformation. Das Sammeln der Briefe erfolgte in verschiedenen Zeitspannen. Einige Briefe sind noch vor der Umordnung des Archivs gesammelt worden, aber der grössere Teil von ihnen ist schon nach der endgültigen Umordnung im Staats­archiv bearbeitet worden. Daher kommt es, dass die einheitlichen Signaturen der Briefe in der Zusammenstellung nicht angegeben werden konnten. An­statt dessen haben wir nicht die die endgültige Lagerung angebende Proveni­enznumer angebracht, sondern wir haben uns mit der der heutigen Bearbei­tung entsprechenden Mitteilungsweise begnügt, indem wir die Namen der Brief­steller angegeben und den Ort und die Zeit der Datierung fixiert haben. Das Rücknachsuchen der Briefe wird dem Fachmann auch so keine ausserordent­liche Mühe verursachen. Die Familie Batthyány spielte im Leben des Kamitats Vas eine hervor­ragende Rolle. Leider ist die wertvolle Sammlung der Familie, wie auch die übrigen Sammlungen im Komitat, infolge der Ereignisse während des 2. Welt­kriegs zerstreut worden. Ein guter Teil davon ist noch als Ergebnis umsich­tiger musealischer Sammeltätigkeit vorzufinden. So besteht die reale Möglich­keit, dass sie auf den geeigneten Ort gelangen. Sie reden zu lassen, wäre ohne das durchgreifende Besprechen des Materials des Familienarchivs kaum mög­lich. Das war unser Ausgangspunkt, indem wir einzelne Stücke verschiedener Sammlungen des Batthyány—Archivs publizieren. Wir haben bisher bereits mehrere Abhandlungen über die ehemalige Rolle, die politische, diplomatische und kulturelle Tätigkeit der Batthány's geschrieben. Das letzte Mal haben wir eine Besprechung der Sammlungen der Familie zusammengestellt. Die Briefe der Familie aus der Reformationszeit sind unseres Erachtens mindestens von solcher Wichtigkeit, wie ihre .anderen, bisher publizierten und (bearbeiteten Dokumente. Bei dem Publizieren der Dokumente des Familienarchivs haben wir in erster Linie dem Gesichtspunkt der Nützlichkeit und des geschichtlichen Be­langs gefolgt. Das Bild, das über die Rolle und Bedeutung der Familie auszu­formen ist, könnte ohne sie kaum vollständig sein. Wir teilen die Briefe mit dem Vorsatz und dem Wunsch mit, den Forschern zu ermöglichen, in ihnen die für sie interessanten Momente und Zusammen­hänge finden zu können. Ihre Zusammenstellung ist von weitem nicht vollständig; der Forscher des Archivs wird noch über sie hinaus unzählige Briefe finden, die mit der Re­formation im Zusammenhang stehen. Wir publizieren die Auswahl mit dem Vorsatz, um die Aufmerksamkeit auf das ausserordentlich wertvolle Quellen­material lenken zu können. 467

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