Gaál Zsuzsanna – K. Németh András (szerk.): A Wosinsky Mór Múzeum évkönyve 39. (Szekszárd, 2017)

Lovas Csilla: A „tizenhárompróbás” barátság. Garay Ákos és Csók István kapcsolata

CSILLA LOVAS Die Freundschaft von „dreizehn Proben” Freundschaft zwischen Akos Garay und István Csók Ákos Garay und István Csók schlossen eine lebenlange Freundschaft in ihrer Jugend während der Schuljahren in Budapest, dann an der Kunstakademie in München. Aus den Lebenserinnerungen von István Csók unter dem Titel „Meine Erinnerungen” können wir mehrere interessante Momente über die Familie und lustiges Bohemenleben des jungen Ákos Garay kennenlernen. Ákos Garay niederlegte die Münchener Ära in seinen Karikaturen. István Csók war in den 1890-er Jahren mehrmals in Apatipuszta bei der Familie Garay zu Gast. Nicht nur die Freundschaft mit Akos, sondern auch die Schönheit der Garay-Töchter spielten eine Anziehungskraft bei diesen Besuchen. Jolán, Zsuzsanna und die jüngste Tochter Irma standen als Modell von mehreren Gemälden oder Zeichnungen von István Csók. Zu diesen Werken wurden die Modellfotos die Aufnahmen von Ákos Garay geliefert. Die beiden Künstler machten einen gemeinsamen Besuch im Sommer 1900 in Bugacpuszta. Auf Wirkung dieses Besuchs malte István Csók das Lebensbild mit dem Titel Hirt von Bugac (bei Cserény), welches Gemälde nach dem Foto von Ákos Garay gemalt wurde. Dieses Gemälde von Csók war so erfolgreich, daß der Staat es von ihm ankaufte, trotzdem blieb er alleinig in seiner Arbeit, wobei Garay die Welt der Bugacer Hirten als beliebte und oft zurückkehrende Themen auf seinen volkstümlichen Lebensbildern und Karikaturen darstellte. Ákos Garay stellte auf seinen Karikaturen István Csók mehrmals dar, im ersten Jahrzehnt der 1900-er Jahren wurde eine, die Schöpfungsgeschichte paraphrasierende Karikaturenserie über seinen Freund gefertigt. István Csók erreichte heimische und internationale Erfolge mit seinen Bildern, Garay konnte in seiner Kunst nur langsamer vorangehen und wurde mit der Zeit zum Spezialisten der Husaren und Pferde und bekannten Karikaturisten, ihre Freundschaft blieb jedoch ungebrochen, auch wenn ihre persönliche Begegnungen seltener wurden. Zum 50 Geburtstag von István Csók wurde er im Jahre 1915 von seinem Freund wieder mit einer Karikatur begrüßt. István Csók veröffentlichte dann eine Würdigungsschrift von seinem Freund in der Zeitschrift „Kunst” in der er sich in Verbindung mit den Zeichnungen von Garay vom Kriegsfeld an ihre Jugend zurückerinnert. „Diese Freundschaft ist von dreizehn Proben und dauert auch noch heute. Es liegt nicht an uns, wenn sie nicht hundert Jahre lang dauert” - schrieb einmal darüber István Csók. 598

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