Gaál Zsuzsanna – K. Németh András (szerk.): A Wosinsky Mór Múzeum évkönyve 39. (Szekszárd, 2017)

Vizi Márta–Gere László: A szekszárdi vár története. Írott források, térképi adatok és az eddigi régészeti–műemléki kutatások alapján

MÁRTA VIZI - LÁSZLÓ GERE Geschichte der Burg von Szekszárd (Nach Schriftquellen, Landkartendaten und der bisherigen Archäologie- und Kunstdenkmalforschungen) Die Stadtgeschichte von Szekszárd handelt nicht einmal heute von ausführlich überprüften Zeitperioden. Über den König Béla Platz fällt man zuerst die Benediktinerabtei, bzw. das vom Architekten Mihály Pollack geplante klassizistische Komitathaus ein. Dieses Gebäude in der Innenstadt, am südlichen Hang eines Hügels birgt jedoch die Ruinen der Mauer der ehemaligen Szekszarder Burg. Bis zu der jüngsten Vergangenheit beschäftigte sich die ungarische Burgforschung nicht mit der Burg, da keine stehende und sichtbare Originalteile der Burg bestehen blieben. Über die Geschichte und etwaige Überreste der Burg stellte Zsuzsa Miklós in ihrer Monographie über die Burgen des Komitates Tolnau eine Zusammenfassung dar. Bei dieser Übersicht hatte die Autorin jedoch keine Gelegenheit, weder Ausgrabungsarbeiten, noch Mauerforschungen durchzuführen. Die Sanierungsarbeiten der jüngsten Vergangenheit boten jedoch mehrere neue Gelegen-heiten für die Forschung und Beobachtung der bisher nicht geprüften Teile an. Bei den Ausgrabungs- und Denkmaluntersuchungen erfuhren wir viel Neues über die Geschichte und Alltage der Ortschaft. Außer den am Gebäude und auf dem Platz getroffenen Beobachtungen wurden die bisher getroffenen Forschungsergebnisse überblickt und daneben auch unsere Kentnisse über die bisherigen Schriftquellen und Daten kurz zusammengefaßt. Aus den Schriftquellen haben wir die Teilinformationen außer den historischen Daten angesammelt, welche mit der Form und den Gebäuden der Burg verbunden waren. Wir haben auch weitere mögliche Quellen neben den recht wenigen Daten überprüft, Wir haben versucht, die sich auf die Burg und die Ortschaft beziehenden Angaben aus den zeitgenössischen Reisebschreibungen aufzufinden (Evlia Cselebi, Henrik Ottendorf, Marsigli usw.). Auch ehemalige Landkartenschilderungen wurden zusammengesammelt, damit die Ände­rungen der vergangenen Jahrhunderten möglicherweise verfolgt werden können. Auf diesen Landkarten lassen sich landestypische Zeichnungen (z.B. Zeichnungen auf den Landkarten von Diakónus Lazar oder von M. Zündt) oft finden. Die Ortschaftsgrundrisse der bei den Flußregelungen gefertigten Vermessungen stellen die verschiedenen Zeitperioden der Burg, sowie ihre Zerstörung und Verschollenheit aus der Ortsstruktur dar. Neben den Landkarten haben wir die Darstellungen der militärischen Vermessungen (I—III.) über Szekszárd überblickt und einen großen Wert auch auf die Neuanalyse und das Aufsuchen der unterschiedlichen Durchschnittsrisse gelegt. Wir fanden einen Durchschnittsriß, welche auch die Übersicht der Ortsbeschaffenheiten bei der Darstellung der Bekämpfungen vom Ende des 16. Jahrhunderts ermöglichen (Siebmacher: Sieg der Haiducken am Tolna). Zu einer anderen wichtigen Gruppe der Zeichnungen gehört die Serie der auf den Zunftbriefen bewahrten Stadtschilderungen aus dem 19. Jahrhundert (Zunftbriefe des Metzgerzunft). Die andere Hälfte der Studie stellt die bei der Sanierung des Komitshauses und bei den 282

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