Gaál Zsuzsanna - K. Németh András (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 36. (Szekszárd, 2014)

Fuksz Márta: Családi tradíció és hagyományalkotás öt szekszárdi borászcsalád életében

MARTA FUKSZ Szekszárder Winzerfamilien im Überblick der historischen Identität Die Szekszárder Weingegend ist nach ihrer Fläche eine kleine, aber traditionsreiche Weingegend von Ungarn. Im Gesellschaftsleben spielte der Weinbau immer eine herausragende Rolle, da die Weinverarbeitung und Weinverkauf im Laufe der Jahrhunderte immer eine wichtige Existenzhilfe und zusätzliche Einnahmequelle bedeutete. Die nach der politische Wende (1990) erfolgten wirschaftlichen und gesellschaftlichen Änderungen, sowie der Zerfall der Kollektivbetriebe und der VEG-s (Vernehmlassungen) machten neue Situationen. In den früheren Jahren war der größere Wert auf die Herstellung von großer Weinmenge gelegt, von den 90-er Jahren wurde jedoch die hohe Qualität und hochentwickelten Weinanbau als neue Marktposition und Ausbruchspunkt der Szekszárder Weingegend erzielt. Nach den ethnographischen Forschungen zeichneten sich drei Gruppen der Szekszárder Winzer nach der politischen Wende ab. Diese Gruppen lassen sich schwierig eingrenzen, welche neben den allgemeinen Kennzeichen auch von den anderen abweichende, spezielle Charakter haben. Im Mittelpunkt dieser Studie stehen solche Szekszárder Winzerfamilien, welche nach der Wende in ihrem wiederbekommenen Weingut wieder Wein anbauten und als Privatunternehmer Weingesellschaften gründeten. Bei ihrer Auswahl war ein wichtiger Aspekt, daß sie in ihrem Weingut und Weinkellereien hohe Qualitätsweine herstellen und ihre Weine nicht nur an den heimischen, sondern auch an den internationalen Weinwettbewerben präsentiert werden, wo sie regelmäßig auch ausgezeichnete Ergebnisse erreichen. Bei der Auswahl war es ein anderer wichtiger Aspekt, daß die Geschichte dieser Winzerfamilien bis zu dem 18. Jahrhundert zurückzuführen ist und mit der Wirtschafts- und Sozialsgeschichte der Stadt Szekszard eng verbunden ist. Die Lebensweginterviews und die erzählten Familiengeschichten wurden mit Primerfor­schungen aus den Quellen des Komitatsarchivs ergänzt. 575

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