Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 32. (Szekszárd, 2010)

Gallina Zsolt - Hornok Péter - Paluch Tibor - Somogyi Krisztina: Előzetes jelentés az M6 AP TO 10/B és 11. számú lelőhelyrészen végzett megelőző feltárásról. Alsónyék- Bátaszék (Tolna megye) 2006-2009

Graben des Fundortteiles Nr. 11. kamen nur wenige römische Befunde zum Vorschein, um eine ständige Anwesenheit auf diesem Gebiet voraussetzen zu können. In den drei Graben des Fundortteiles Nr. 10/b. kamen allerdings gar keine römische Befunde vor. Wegen der Größenangaben und der regelmäßigen Ausgestaltung können wir nur dem Graben Nr. 127. eine ordentliche Abwehrbereitschaft beimessen. Auf dem NNW-en Teil des Fundortteiles Nr. 11. trafen wir auf einen einzigartigen Befund. Hier konnten wir in dem früheren, nicht regulierten Flußbett des Lajvár-Bachs die angebrannten Überreste einer Holzwassermühle dokumentieren (Tafel 48-50.). Das Mühlenbauwerk konnte sich im Flußbett auf aus Waldeichen, bzw. Eiseichen gefertigten senkrechten und in zwei Reihen stehenden Pfahlbauten placieren. Das am Südufer des Bachs stehende dritte kürzere Pfahlwerk konnte die Verbindung mit dem Ufer sicherstellen. Die größeren Ulmenholzbalken und Bretter konnten beim Abbrand der Mühle ins Wasser stürzen. Nach der dendrokronologischen Untersuchung des Holzmaterials kann man die Mühle nicht genau datieren, da die Untersuchung ergebnislos war. Aufgrund des im Flußbett gefundenen Keramikstoffs konnte sich die Wassermühle in den 17-18. Jahrhunderten funktionieren. Die Landkarten der militärischen Vermessungen stellen mehrere Wassermühlen auf dem Lajvér-Bach, auch in der Nähe des Freilegungsortes dar (Tafel 51.). Das Grenzgebiet heißt heutzutage auch Flurstück „Malomrét". 54

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