Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 32. (Szekszárd, 2010)
Gallina Zsolt - Hornok Péter - Paluch Tibor - Somogyi Krisztina: Előzetes jelentés az M6 AP TO 10/B és 11. számú lelőhelyrészen végzett megelőző feltárásról. Alsónyék- Bátaszék (Tolna megye) 2006-2009
Auf dem Fundortsteil Nr. 11. sind die Siedlungsbefunde mit anderen Größen (Verhältnissen) zu kennzeichnen, wie die oben geschriebenen Befunde auf dem Teil Nr. 10/b. Hier bildeten nämlich den größeren Teil der Siedlung in Lengyel - von dem mittleren Drittel der Spurlinie in südliche Richtung Gruban, meistens Tongewinnungsgruben, unter denen sich zahlreiche Grabstätten und Grabgruppen erstreckten. Unserer Meinung nach läßt sich keine Regelmäßigkeit in der Lage der Tongewinnungsorte finden, wie aber im nördlichen Teil des Fundortteiles, wo dieser Objekttyp in mehreren Fällen in der Nähe der Pfostenhäuser als derer sog. Zubehör erschien. Diese Art Größe der Abweichung der Objektstype und Verhältnisse im Vergleich mit dem nördlichen Teil des Fundortes deutet jedenfalls auf eine andere Weise der Nutzung der Siedlung auf dem Fundortsteil Nr. 11. hin, wonach also dieser Siedlungsteil einen anderen Zweck erfüllte, wie der dicht bewohnte nördliche Teil. Die Siedlung in Lengyel endete auf dem Fundortsteil namens „Getreidespeicher". In diesen zwei Jahren legten wir 271 Grabstätten auf dem Fundortsteil Nr. 10/b. frei. Die Zahl der Grabstätten und Grabreste auf dem ganzen Gelände des Teiles 10/b. lag um 900. Die Gräber kamen im allgemeinen ohne Grubenfleck zum Vorschein, oft wiesen nur die Gefäße oder Menschenknochen auf Gräber hin. Die Lage der Bestattungen war nicht nur horizontal, sondern auch vertikal unterschiedlich. Auf dem von uns freigelegten Teil des Geländes Nr. 10/b fanden wir wenigere Bestattungen, bzw. Grabgruppen, als in dem nördlichen Schnitt. Auch die Beigaben waren viel mäßiger und weniger, als in den beschriebenen Gräbern des nördlichen Teils von 10/b. Es gaben auch viele gestörte, mangelhafte und durch andere Objekte geschnittene Bestattungen. All diese Erscheinungen - zusammen mit der Minderung der Zahl der Siedlungserscheinungen - können hier auf die relative Annäherung des Siedlung Lengyel und des Friedhofrandes hinweisen. Unter den Grabgruppen stellten wir einige ausführlich dar, von denen eine am südöstlichen Teil unseres Schnittes lag (Tafel 18. 1-2). In der anderen Grabgruppe läßt sich der Grab Nr. 2037. wegen des dort gefundenen Gesichtsgefäß-Bruchstücks betonen (Abb. 8). Auf dem Fundortsteil Nr. 11. legten wir 749 Bestattungen von Lengyel frei, unter denen insgesamt 1 I Grabgruppen gesondert werden konnten (Tafel 19. 2). Die eine besonders auffällige Gruppe (Friedhof) mit sehr vielen Gräbern kam am südlichen Teil des Fundortes Nr. 11., südlich vom Bahnhof zum Vorschein (Tafel 7. 1, Tafel 19. 1). Manche Grabgruppen hatten scharfe Grenzlinien, wobei die Gräber dicht nebeneinander, oft aufeinandergelagen auftauchten (Tafel 20. 1-4), diese waren aber in Wirklichkeit keine Mehrfachbestattungen. Ähnliche Mehrfachbestattungen konnten die an der westlichen Seite der LengyelSicdlung gefundenen Erscheinung ergeben (Tafel 21. 1). In den typischen Doppelbestattungen lagen die Skelette eines Erwachsenen und Kindes, bzw. von zwei Erwachsenen (Tafel 23-25). Eine typische Erscheinung war auch, als die Verstorbenen, meistens Kinder in die Einfüllung oder im Rand der Tongewinnungsgruben in Lengyel bestattet wurden, auf dem Gebiet (Tafel 21. 3-4). fanden wir einige sog. Grubenleichen auch auf (Tafel 21. 3-4). Im Grab Nr. 4989 konnte sich der Oberkörper des Hockers in die Einfüllung des untenliegendes Grubens niedersenken (Tafel 21.2). Was die allgemeinen Kennzeichen der Grabstätten betrifft (Form, Orientierung der Grabgrube, Körperlage), weichen sie grundsätzlich von den an anderen Teilen des Fundortes freigelegten Grabstätten nicht ab. Es gaben anders gelegene Skelette (in Bauch-, Rücken- oder mehr oder weniger Gestrecktlagen) (Tafel 22. 1-4). Die postmortalan Manipulationen mit dem Schädel kamen auf den Fundortsteilen 10/b und 11 . ebenso vor. Auf dem Fundortsteil Nr. 11. fehlten der Schädel und die Arme aus dem Grab Nr. 1918. und in dem Grab Nr. 1733. war nur der Schädel aufzufinden. In manchen Fällen fehlten die Knochen des Unterschenkels (1761., 1022.) Die meist besondere Form der Leichenschändung ließ sich im Grab Nr. 3138. beobachten: das Schienbein von anatomischer Lage wurde an mehreren Orten senkrecht durchgebohrt, wahrscheinlich noch vor dem Fortgang des Körperzerfallprozeßes. Unter den sog. besonderen Bestattungen können wir die im Gefäß bestatteten Säuglingsgräber (Abb. 9) und den mit dem Überrest des einzigen Hundes bestatteten 24-27jährigen Mannes erwähnen (1769/1 Ob) (Abb. 10). Im folgenden fassen wir Erscheinungen und Bestattungssitten zusammen, die bisher in der LengyelKullur unbekannt waren, bzw. auf die die Forschung noch nicht aufmerksam wurde: Lim Friedhof von Alsónyék aus der Lengyel-Kultur konnte eine eindeutig Bestattungssitte sein, daß man auf den Schädel der Männer oder Jungen eine Flintklinge verlegte. Wir fanden auch verschiedene Varianten dieser Sitte (zum Beispiel Flintklinge unter dem Schädel, auf dem Gesicht) (Tafel 26, 1-2). Zwei Flintklingen waren auf dem Schädel im Grab Nr. 1 Ob/4932, zu finden und zwei Klingen fanden wir auf dem Unterkiefer im Grab Nr. 11/766. In der Nähe von anderen Körperteilen, bzw. auf dem fernliegenden Teil der Todesgrube 49