Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 30. ( Szekszárd, 2008)
Balázs Kovács Sándor: Szemelvények a Tolna megyei vásárok történetéből
Sándor Balázs Kovács Auslesen der Geschichte der Messen im Komitat Tolna Die Messe gehört seit Jahrhunderten zu den Alltagen der Menschen. Wenn der erzeugte Überschuß schon getauscht oder verkauft und statt dessen andere zum alltäglichen Leben erforderlichen Dinge beschaffen werden konnte, dann kann man schon vom Handel und Markt oder über eine durch das königliche Privileg genehmigte Messe sprechen. Ein der wichtigsten Institute des mit einer zentraler Macht organisierten Staates war die Messe, welche aufgrund dessen mit Gesetzten geregelt war. Der Ort einer Messe war immer eine größere Siedlung oder Ortschaft, welche durch ihre geographische Lage wichtige Bedeutung hatte, sei es um einen Flußübergang, Treffpunkt verschiedener Landschaften, Kreuzpunkt wichtiger Land- und Wasserwegen, Zentrum kleineren oder größeren Kreisen gehen, oder durch ihre Wirtschaftsverhältnisse und Funktion als Verwaltungs- oder Kulturzentrum, weiterhin wegen ihrer Traditionen in der Umgebung eine zentrale Aufgabe erfüllte. Die Größe und Bedeutung einer Messe war von ihrem Bezirk bestimmt. Als Messenkreis nannte man die Gebiete oder Ortschaften, welche um den Messenplatz herum lagen und aus welchen Ortschaften die Menschen ihre Ware zu verkaufen oder andere Produkte einzukaufen gingen. Der kulturelle Charakter der Messen war auch überall spürbar. Die wichtigsten Trager der Informationen, der Allgemeinbildung und der Wissenschaft waren zweifellos die Bücher. Obwohl auf den Messen die Trivialliteratur entscheidend war, darf man ihre Bedeutung nicht unterschätzen. Die Messen sind in zwei Teile aufzuteilen: Tiermessen (Produktenmessen) und Handwerkermessen (Entlademessen). Die zwei verschiedenen Messen konnten sich ergänzen und wurden oft am gleichen Tag oder an gleichen Tagen und am gleichen Ort oder in der Nachbarschaft gehalten. Die Differenzierung innerhalb der Tier- und Entlademessen, ihre Separationen im Zeitraum und Ortwechsel können wir als eine Entwicklung der Stadt oder als ihre Auswirkung auf ihren Kreis bewerten. Märkte waren öfters veranstaltet als die Messen. In größeren Städten gaben es Messen auch jeden Tag, oder wurden am gleichen Tag sogar in mehreren Stadtteilen veranstaltet. Das Wesen des Marktes stammt aus der Arbeitsverteilung des Dorfes und der Stadt. Seine erstrangige Aufgabe ist die Versorgung der nicht selb st versorgenden Stadt mit Lebensmittel. Der Umstand, daß sich zu den Märkten im Laufe der Zeit auch sonstige Handels- oder Tauschtätigkeiten angeschlossen haben, beweist ebenfalls die Entwicklung oder die überdurchschnittliche Bedeutung eines Marktes. Viele Ortschaften sind bekannt, wo ein der an mehreren Tagen oder sogaer jeden Tag gehalteten Märkte als Messe (Wochenmesse) behandelt wird. So gilt dieser Markt nicht mehr nur für den Austausch der landwirtschaftlichen Produkte, oder Ort des Lebensmittel Verkaufs oder Einkaufs, sondern auch als eine häufige, jede Woche veranstaltete hervorgehobene Angelegenheit zum Warenaustausch für den Handwerkerhandel der Stadt oder für die umliegenden landwirtschaftlichen Einheiten. Eine Wochenmesse kann nur in diesen Ortschaften gestaltet werden, wo die Handwerksproduktion, die Landwirtschaft und die Tierhaltung ein hohes Niveau erreichten und ebenfalls der Produktion unterordnet sind.