Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 23. (Szekszárd, 2001)
Merczi Mónika: Patológiás jelenségek vizsgálata Visegrád-Diós későrómai temetőjében
Gelenkserkrankungen Osteophytosis an der Wirbelsäure trat bei beiden Geschlechtern hauptsächlich in Maturus - Alter (40 - 59 Jahre) in leichter und mittelschwerer Form auf. Bei 31,3 % der Männer und 32,6 % der Frauen konnte diese Veränderung wahrgenommen werden. Diese Erkrankungen meldeten sich bei Männern gleicherweise an den Hals- Rücken- und Lendenwirbeln, bei den Frauen kam es an den Halswirbeln selten vor. Ankylose durch diese Knochenauswüchse fanden wir bei 2 Männern (Gräber 126, 153) und bei einer Frau (Gr. 186). Herkunft der Ankylose ist bei einem Mann (Gr. 68) und bei 2 Frauen (Gräber 186, 207) unbekannt, bei einer Frau (Gr. 85) entstand die Verknöcherung der 9-10-11 Rückenwirbeln vielleicht als Folge von Tuberkulosis. Spondylarthritis kam bei den Männern in den Gräbern 25, 68, 143, 161 und bei der Frauen im Grab 29 vor. Osteoarthritis konnte bei 5 Männern (Gräber 74, 112, 128/a, 128/c, 163/c) und bei 3 Frauen (Gräber 62, 157, 186) beobachtet werden. Nichtspezifische Infektionen Periostitis meldete sich bei 3 Männern (Gräber 56, 11, 220) und bei einer Frau (Gr. 206). Hämatologische Veränderungen (Poroticus hyperostosis) Cribra orbitalia kam bei 4 Kindern (Gräber 33, 100, 108, 190), 4 Männern (Gräber 27, 48, 73, 74) und 3 Frauen (51, 119, 205) vor, bei den Erwachsenen meistens in Juvenilis - Alter (15 - 22 Jahre). Bei dem 80. Kind konnte Hyperostosis spongiosa cranii festgestellt werden. Veränderungen von unbekannter Herkunft In zwei Fällen, bei einem Kind (Gr. 54) war die Sutura lambdoidea partiell, bei einem Mann (Gr. 102) die Sutura sagittalis frühzeitig vollständig verknöchert. Bei einer Frau (Gr. VII) befand sich an der Außenseite des rechten Condylus occipitalis ein Knochenauswuchs. Bei einem Mann (Gr. 202) entstand ein Knochenauswuchs an der Tibia. Bei einem Mann (Gr. 143) und bei einer Frau (Gr. 141) waren die Fibulae vielleicht infolge des Rachitis - gebogen. Bei einem Mann (Gr. 150) zeigte sich diese Erscheinung am Humerus. Humerus, Radius und Ulna an der rechten Seite waren bei einer Frau (Grab II) kürzer und dünner (vielleicht infolge einer Lähmung) als an der linken Seite. Bei einem Mann (Gr. 221) war die Form der Rückenwirbel unregelmäßig, außerdem zeigten sich bei ihm pathologische Veränderungen an den Mittelfußknochen der rechten und linken großen Zehe. Zusammenfassung In Visegrád - Diós konnten bei fast 50% der Männer und der Frauen pathologische Veränderungen beobachtet werden. Bei beiden Geschlechtern kamen am häufigsten Gelenks- und traumatische Veränderungen und Entwicklunganomalien vor. Diese Veränderungen können aber für die ungünstigen Sterblichkeitsverhältnisse der Bevölkerung nicht verantwortlich gemacht werden. Der hohe Anteil des Poroticus hyperostosis bei Kindern und Erwachsenen in Juvenilis - Alter können einerseits darauf hinweisen, daß die Qualität oder die Quantität der Nahrung den Ansprüchen der wachsenden Organismus nicht entsprach, andererseits darauf, daß sie meistens an Infektionen starben. Erwachsene, die älter als 23 Jahre waren, starben entweder infolge von Verletzungen oder ebenfals an Infektionen, die an den Knochen keinen Spur hinterließen. 33