Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 21. (Szekszárd, 1999)

Mende Balázs Gusztáv: Adatok Decs–Ete késő középkori népességének antropológiájához

Balázs Gusztáv Mende Daten zur Antrophologie der spätmittelalterlichen Bevölkerung in Decs-Ete Im allgemeinen kann man behaupten, daß die Gebeine aus Gräberfeldern um eine Kirche weniger Informationen über die bestatteten Menschen beinhalten, als man aufgrund der hohen Gräberzahl erwarten würde. Im Hintergrund dieses Phänomens steht, daß eine volkommene Freilegung in diesen Fällen oft unmöglich ist. Ein weiteres Problem ist, daß diese Gräberfelder Jahrhunderte lang benutzt wurden, und es deshalb schwierig ist, die verschiedenen Generationen voneinander zu unterscheiden. Die Analyse solcher Gräberfelder werden auch durch die UnvoUständigkeit der Knochenreste und insbesondere durch den Mangel an gut erhalten gebliebenen Schädeln erschwert. Diese Probleme zeigen sich auch bei der Ausgrabung aus Ete. In dem bis zur türkischen Eroberung benutzten Gräberfeld, das nur teilweise freigelegt werden konnte, konnte man keine groben Abweichungen in der Alters- und Geschlechtsverteilung feststellen. Bei der Untersuchung der Knochenreste konnten nur die Skelette ohne Schädel gemessen werden. Aufgrund dieser Messungen konnte man feststellen, daß die ehemalige Bevölkerung aus Ete eine großgewachsene Population aus dem späten Mittelalter mit robuster Gestallt und meistens mit kurzem Schädel war. Diese Behauptung wurde auch durch die Knochenreste aus den Grüften bestätigt. 115

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