Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 14. (Szekszárd, 1988)

101 Hőgyész begleitet wurden. Die Sowjets forderten die Einwohner auf, ihre alltäg­liche Arbeit fortzusetzen. Am 1. Januar 1945 wurden 92 Szakadáter Männer und Frauen zur Zwangsarbeit in die UdSSR transportiert. 1949 kehrten 70 Personen von ihnen zurück. Im Frühling 1945 verordnete die ungarische Regierung eine Bodenreform, derzufolge der Besitz der Grossgrundbesitzer, der Kriegsverbre­cher und der Mitglieder des Volksbundes enteignet wurde. Die aus hiesigen Deut­schen bestehende Komission nahm 82 Häuser und 293 Joch Feld in Beschlag. Die Umverteilung der Vermögen brachte die Einwohner in Erregung. Die Armen der Gemeinde genossen nicht lange das ihnen zugewiesene Hab und Gut. Bald muss­ten sie den ungarischen Ansiedlern weichen. Die ersten Neubauern, - 28 Fami­lien -, kamen aus Buják. Die meisten Ansiedler trafen aus Oberungarn ein. 109 Familien, das heisst 600 Personen wurden insgesamt ausgesiedelt. An ihre Stelle kamen 154 Familien aus beinahe 20 Ortschaften. So wurde die Zusam­mensetzung der Bevölkerung sehr gemischt. Ein Teil der Neubauern blieb nicht lange. 1949 hatte das Dorf nur noch 976 Einwohner. Von ihnen verfugten 144 über eine Bauernwirtschaft deren Durchschnittsgrösse 5-15 Joch betrug. Die Ansied­lungen nahmen 1948-1949 ein Ende. Die in Ungarn gebliebenen Deutschen beka­men 1950 ihre Staatsbürgerschaft zurück, die aufregende Periode der Umsied­lungen war zu Ende. 1948 wurde die Grundschule verstaatlich. 1949 erglühten auch die elektri­schen Lampen. Aus dem ethnisch gemischten Dorf verzogen immer mehr Leute. Vor den Schwierigkeiten des Wirtschaften flohen viele Menschen in die Städte und fanden in der Industrie Anstellung. 1952 wohnten 877 Einwohner in der Gemeinde, von denen 436 Urbewohner waren. Die Aus-und Einsiedlungen änderten grundsätzlich die Gesellschaft des Dorfes. Die Versöhnung führten die darauffolgenden Jahrzehnte herbei. 487

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