Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 14. (Szekszárd, 1988)

gisch-statistischen Analyse von Mórágy-Tűzkődomb deuten die Beobachtungen auch aus den anderen lengyelzeitlichen Gräberfeldern daraufhin, dass die Grund­lage der Gesellschaft der Lengyel-Kultur die Kleinfamilien bedeuteten. Die, aus einem Paar bestehenden Kleinfamilien sind meistens nur im Fall der, mit reichem Beigabenmaterial bestatteten Personen ins Auge fallend. In Zengővárkony kann ein Ehepaar im Falle der Männerbestattung 57 und der, daneben liegenden Frauenbestattung 56 aus der Gräbergruppe VI/C angenommen werden; in der Gräbergruppe VI/C befindet sich die, an Geräten am reichsten versehene Bestat­tung des Südteiles neben jener, welche an Keramik am reichsten ist; die Gräber mit ausgezeichneten Gerätebeigaben, bzw. die mit reichster Keramik in der Grä­bergruppe VI/D befinden sich nebeneinander, oder nahe zueinander. Die, an Keramik reichste Bestattung der Gräbergruppe XI liegt in der Mitte, die Gräber beider Hierarchie kamen auch hier nebeneinander oder nah zueinander zum Vorschein. Über die, durch die Gerätebeigaben ausgezeigte Hierarchie ist folgendes zu beweisen: Diese Hierarchie (Rangordnung, Stufenfolge) meldet sich von verschiedenen Formen in fast allen Gräberfeldern, bzw. in den Gräbergruppen- und Gruppierun­gen innerhalb der Gräberfelder. In Rutzing und Sondershausen ist die Hierarchie einerseits der, mit Steinäxte versehenen bestatteten Männer, anderseits die der, mit Feuersteinklingen bestatteten zu sehen. In Aiterhofen-Ödmühle sind ver­schiedene Stufen der Rangordnung festzustellen. Diese Hierarchie wird in Flom­born aufgrund von zwei Bestattungen mit äusserst hervorragenden, vier reicheren und zehn einfacheren Gerätebeigaben-Material versehenen Personen aufgenom­men. Diese Hierarchie wird von kleinerem Masse auch in den Gräberfeldern von Wettolscheim, Entzheim, Quatzenheim und Rixheim registriert. In Elsloo wur­den die verschiedenen Stufen der Hierarchie der, mit Steinäxten, bzw. der, mit Pfeilspitzen versehenen Bestattungen einzeln erörtet und analysiert. Ähnlicher­weise wurde im Falle von Niedermerz vorgegangen, wo 7 Kombinationskatego­rien der Gräber mit Steinaxt zu unterscheiden waren; neben den Kategorien mit geschliffenen Steingeräten befindet sich die Kategorie mit Pfeilspitzen auch hier. Die Fragen der, auf Grund der Gerätebeigaben aufgenommenen Hierarchie konnten auch in der Lengyel-Kultur nur im Falle der Gräberfelder mit höherer Gräberanzahl untersucht werden. In der Gräbergruppe VI/C von Zengővárkony ist diese Hierarchie im Kreise der, mit Steinbeilen, bzw. der, mit Steinkeilen verse­henen Gräber des Südteiles zu erkennen; vom Kreis der Bestattungen mit Stein­beil scheidet sich jener mit Mahlstein. In der Gräbergruppe VI/D ist die Konzent­ration von Gräbern mit den reichsten Gerätebeigaben in der mittleren Gruppie­rung zu sehen; auch die verschiedenen Stufen der Hierarchie der, mit Steinbeil versehenen Bestattungen sind zu beobachten, von denen sich die Kategorien der Gräber mit Steinkeil absondern. Die Stufenfolge innerhalb der Hierarchie der Gräber mit Steinbeil ist in der Gräbergruppe IX am besten zu erkennen, das Verhältnis der, in die niederen Stufen gehörenden Bestattungen zu den reicheren, ist auffallend. Da ist auch zu sehen, dass sich die Gräber ohne Steinbeil, aber mit Steinkeil versehen, meistens neben den Skelette, oder nahe zu jenen befinden, welche mit Steinbeil versehen waren, oder welche als Männer bestimmt worden sind. Auch in dieser Gräbergruppe kann man erkennen, dass sich die, in 105

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