Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Jaromír Kovárník: Die Entwicklung der Besiedlung Südwestmährens durch die Bevölkerung mit der mährischen bemalten Keramik

Reihe von Kennzeichen z. B. in den keramischen Kategorien weist, Charakteristi­ka der jüngeren Stufe IIa auf (anthropomorphe Plastik des Typs Hluboké Masûv­ky, die plastischen Knubben, die sog. Eulenköpfe), andererseits wurden auch Merkmale der älteren Stufe Ib festgestellt (gelbrote Bemalung u. a.). Ausserdem befindet sich hier die für die Phase Ib charakteristische Plastik. Die Köpfe sind auf einem langen Hals modelliert, ihre Form ist manchmal leicht doppelkegelförmig. Der Körper ist nicht durchgebogen, er ist eher starr. Die Fuss­sohlen sind grösser, die Zehen sind gewöhnlich angedeutet, die Knöchel sind pla­stisch veranschaulicht: Es wurde hier auch eine Öffnung entdeckt, die in der Schossgegend quer durch die Plastik führt, y. Podborsky führt diese Kennzeichen als charakteristische Beispiele für die Phase Ib der Kultur der mährischen bemal­ten Keramik an (1983, 46-47), für Plastiken des sog. Typs von Malomëïice. Das Material aus der Fundstätte Lesufiky II erfordert noch eine genaue Ana­lyse und eine gründliche Auswertung im Rahmen der Region von Jaromërice n. R. und selbstverständlich auch im Rahmen des ganzen Gebietes Südwestmährens. Wenn wir die Besiedlung Südmährens (Gebiet Znojmo) und das Gebiet Süd­westmährens durch die Bevölkerung mit der Kultur der mährischen bemalten Ke­ramik vergleichen, so sehen wir, dass die Dichte der Besiedlung die gleiche ist, ob­wohl die klimatischen Bedingungen Südwestmährens realtiv nicht mehr so güns­tig waren. Der Ablauf der Besiedlung dieses Gebietes mit weniger guten Böden, hängt wahrscheinlich mit den wirtschaftlichen Veränderungen der Gemeinwesen, mit der Beziehung der Gesellschaft zur Natur und der nachfolgenden Anpassung zusammen. Die Verschiebung der Siedlungen mit der Kultur der mährischen be­malten Keramik in das Gebiet am Fluss des böhmisch - mährischen Höhenzuges wirft wieder - wie schon angedeutet - die Frage nach der genauen Datierung der ältesten Funde dieser Kultur auf. Vorläufig können wir voraussetzen, dass das engere Gebiet Südwestmährens von Bevölkerung mit der Kultur der mährischen bemalten Keramik aus dem Zent­rum ihrer ursprünglichen Verbreitung - das Gebiet um Znojmo - wo sich Ansied­lungen der älteren Phase dieser Kultur Ia befinden, besiedelt wurde. Im Laufe des Eindringens in das erforschte Gebiet in westlicher und südwestlicher Richtung kam es zu einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Deshalb wurde hier bis jetzt die ältere Phase Ia der mährischen bemalten Keramik nicht festgestellt, sondern nur deren klassische Phase Ib. Eine weitere Entwicklung dieser Phase kann man nach der Analyse der, bisherigen Funde erst nach dem Auftreten der jüngeren Stufe IIa voraussetzen. Der Vorschlag von F. Vildomec, das archäologische Material der mährischen bemalten Keramik in einer selbstständigen Entwicklungsstufe einzu­reihen, erscheint heute als begründet (Vildomec 1928-1929, 26-27). Spezifische Züge weist auch das archäologische Material aus einigen Siedlungen bei Lesunky (Bezirk Trebic) auf. Mit der Entwicklung im Rahmen beider Phasen der älteren Entwicklungsstufe der Kultur der mährischen bemalten Keramik befasste sich in letzter Zeit auch E. Kazdová (1984,254-261, Abb. 63), welche die Phase Ib in drei Subphasen Ify-Ibj teilt. Aber erst weitere Forschungen werden eine genaue Klas­sifizierung der älteren Stufe, Phase Ib, ermöglichen, besonders umfangreichere Erforschung der Besiedlung der Mikroregionen und der einzelnen Siedlungen der Kultur der mährischen bemalten Keramik in Südwestmähren. 247

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