Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)
Jaromír Kovárník: Die Entwicklung der Besiedlung Südwestmährens durch die Bevölkerung mit der mährischen bemalten Keramik
Umgebung von BoskovStejn, Stïelice und Jevosovice (Podborsky, Vildomec, \912, 27-35). Der südwestliche und westliche Teil des beschriebenen Gebietes wurde erst seit den dreissiger Jahren untersucht. Damals begann der Postbeamte L., Meduna archäologische Funde zu sammeln, der die Zahl der Fundstätten mit der mährischen bemalten Keramik auf das Gebiet von Jemnice und Police ausdehnte. In diesem kurzen Verzeichnis von Namen müssen wir auch G., Chaloupka anfuhren, der sich dadurch verdient machte, dass er Siedlungen mit mährischer bemalter Keramik in den Katastralgemeinden südlich und südwestlich von Moravské Budejovice (Castohostice, Jackov, Krnccice u. a.) feststellte. Die Anzahl der Siedlungen mit der Kultur der mährischen bemalten Keramik vermehrten wir besonders seit dem Jahre 1966. Die Erforschung Südwestmährens betreiben wir auf klassische Weise durch Besichtigung des Terrains, in letzter Zeit suchen und photographieren wir archäologische Objekte vom Flugzeug aus (Kovárník 1984 a, b). Dadurch entdeckten wir, dass auf dem Gebiet einer einzigen Katastralgemeinde von heute, manchmal einige Siedlungen der Kultur mit der mährischen bemalten Keramik existierten. Es handelt sich dabei um Lokalitäten der gleichen Entwicklungsphase oder auch um Siedlungen, die in verschiedene Phasen dieser Kultur gehören. Das Verzeichnis der Siedlungen zeigt, dass im Gebiet des Oberlaufes und des mittleren Teiles der Flüsse Jevisovka und Rokytná in Südwestmähren verhältnismässig günstige Bedingungen für die Anlage von Siedlungen waren. Die Gesamtzahl aller Siedlungen der Kultur mit der mährischen bemalten Keramik, die wir bisher feststellten, beträgt 102. In dieser Zahl sind nicht enthalten, Funde der Steinindustrie neolithischen Alters und auch nicht die Keramik, die der jüngeren Steinzeit zugeordnet wird. Infolgedessen ist es notwendig, diesem Gebiet die gehörige Aufmerksamkeit zu schenken und die archäologische Forschung weiter zu betreiben. Die statistische Auswertung ergab, dass siebenundvierzig Siedlungen vorläufig nicht mit Sicherheit den einzelnen Stufen und Phasen der inneren Gliederung der Kultur der mährischen bemalten Keramik zugeordnet werden können, was 46,08% aller Siedlungen ausmacht. Zur älteren Stufe der Phase b gehören vier Ansiedlungen: Hostim II, Pavlice - das Ried beim Teich Blazkovsky, Rozkos und Stitary. Das sind also 3,92%. Etwas jünger ist das archäologische Material aus weiteren sechzehn Siedlungen, das sind 15,69%. Es handelt sich um Fundstätten, die zur älteren Stufe der Kultur der mährischen bemalten Keramik gehören, aber jünger sind als die klassische Phase Ib. Die Zahl der Siedlungen aus der sog. weissbemalten Lengyel Phase der mährischen bemalten Keramik IIa wuchs in Südwestmähren auf 28,43%. Im ganzen wurden 29 Fundstätten festgestellt, die jüngere Phase IIb hingegen ist nur mit sechs Siedlungen vertreten. Prozentual bedeutet das eine Verminderung auf 5,88%. Wenn wir nicht näher datierte Funde ausser acht lassen, so bleibt uns eine Basis von fünfundfunfzig Fundstätten. Die prozentuale Verteilung ist dann folgende: Die Phase Ib wurde festgestellt in 7,27%, ihre jüngere Variante der Entwicklung (Ib/c-c) in 29,09%, die Phase IIa in 52,73% der Fundstätten und schliesslich die jüngste Phase IIb in 10,91%. Nicht weniger interessant ist die Lage der Siedlungen der Bevölkerung der Kultur der mährischen bemalten Keramik im Hinblick auf die Höhe über dem Meeresspiegel. Die Besiedlung war selbstverständlich vom Charakter der Landschaft abhängig, die im Vergleich mit dem Gebiet Südmäh242