Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Pavel Koštuřik: II. Stufe der Kultur mit mährischer bemalter Keramik

unechter Terra sigillata, die wir mit Sicherheit in den Grabinventaren aus Tëseti­ce-Kyjovice (Kosturik 1972) und aus Klobouky u Brna (Ondräcek 1968) erwiesen haben. In dieser Subphase kommt es zu einer besonderen Regelung der Oberflä­che keramischer Klassen, die offensichtlich die Malerei ergänzt, weil diese wie schon konstatiert, zahlenmäßig abgeschwächt, aber in geringerem Maße weiterhin andauert. Im Bau der Gefäße kommt nicht mehr eine solche Abhängigkeit von der I. Stufe zum Vorschein wie in der vorhergegangenen Subphase, und ein wichtiger typologischer Unterschied bei den Schüsseln ist das Vorkommen von Formen mit nach innen gebogenen Schultern verschiedener Ausfuhrungen. Oft waren diese Formen ausgeführt in der Technik der unechten Terra sigillata und überdauern die ganze Zeitperiode der IL Stufe der Kultur mit MBK Ihr Einfluß ist an man­chen keramischen Klassen der Jordanow-Kultur bemerkbar. Die Formen plasti­scher und eingetiefter Ornamente laufen weiter ebenso wie die typologischen Ei­genheiten der vorherigen Subphase. Als Ausklang der Einflüsse aus der Kultur mit Stichbandkeramik können wir die Verzierung auf dem bekannten Gefäß aus Stie­lice „Sklep" (Ko§tufik 1973, Taf. 4:18) betrachten. Den Höhepunkt der Entwicklungsphase IIa kann man in der Subphase Haj sehen, die gröstenteils die Merkmale der vorherigen Subphase hat, aber es er­scheien neue, die mit dem Zeitabschnitt der MBK - Phase IIb korrespondieren. Weiterhin setzt sich fort die weiß-rote Malerei, aber öfter ist nachgewiesen nur weiße Malerei auf hellem Grund keramischer Klassen, sowie das selbständige Vorkommen der roten Malerei. Beliebt bleiben keramische Erzeugnisse, verfer­tigt in der Technik unechter Terra sigillata. Diese Technik kommt hauptsächlich auf den Schüsseln vor, weniger schon auf anderen keramischen Klassen. Die ein­getiefte Verzierung konzentriert sich so wie in den vohergegangenen Zeitabschnit­ten auf den Rändern oder Bäuchen in Form verschiedener Einschnitte, aber vereinzelt beginnt auch die Anwendung der eingetieften Verzierung der Phase IIb. Große Mannigfaltigkeit gewinnt die plastische Verzierung, die nach und nach von den Rädern der Gefäße auf weitere Teile umsetzt, vor allem auf den Hals, Schul­tern, Bauch und weniger auf den Gefaßunterteil. Ihre Formen unterstreichen die allgemeine Profilierung der einzelnen keramischen Klassen. Die keramischen Formen unterliegen einer typologischen Entwicklung und von den Rändern ist am zahlreichsten der verschärfte (6), nach ihm der gerade (8) und in manchen Lo­kalitäten erscheint in größerer Menge auch der abgeschnittene Rand (7).In diese Subphase werden offensichtlich die früher in die Subphase Haj datierten gehören (Kostufrk 1983,159). Das sind vor allem Stëpanovice, manche Objekte der Burg­stätte bei Kramolin, Lesunky, Greslové Mjîo und vielleicht auch Ctidruzice. Die Entwicklung der Kultur mit MBK erreicht den Höhepunkt in der Phase IIb, die auf dem Gebiet Mähren einen wichtigen Komponenten bedeutet. Aus ihm schöpften am Anfang des Äneolithikums altäneolithische Kulturen. Vorläu­fig scheint uns dieser Abschnitt der Kultur mit MBK kompakt zu sein, aber ich glaube, daß bei der Erschließung weiterer neuer Funde möglich sein wird, auch in dieser Phase einige Subphasen zu unterscheiden. Aus dem bisherigen archäologi­schen Material kann mann die Phase IIb folgendermaßen charakterisieren: In der Struktur des keramischen Materials tritt eine große Menge Glimmer auf, ungefähr so ein Prozentsatz, wie wir oft bei einigen Gattungen der mittelalterlichen Kera­mik feststellen. Der Boden der feineren Keramik verstärkt sich und ist größtenteils nach innen gebogen. Vielleicht hatte das die praktische Bedeutung, daß die ver­237

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