Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Pavel Koštuřik: II. Stufe der Kultur mit mährischer bemalter Keramik

kalität ist auch die Höhensiedlung bei Kramolin, erforscht in den Jahren 1971-1977, die ebenfalls in großem Maß zur Erkenntnis über die Besiedlung der end-neolithischen Periode und des Anfanges des Äneolithikums beitrug. Die fort­schreitende Analyse des archäologischen Materials trägt außer zur Lösung chro­nologischer Zusammenhänge im Endstadium des Neolithikums auch zur Klärung der Problematik des älteren Äneolithikums in Mähren bei, insbesondere zur chro­nologischen Stellung der Trichterbecherkultur und der besonderen Gruppe Retz­Kïepice mit Furchenstich. Auch die Funde der Jordanów-Kultur am Burgwall bei Kramolin wurden zum Impuls zur Lösung der Frage, der Gebietserweiterung und chronologischen Stellung dieser Kultur im Rahmen des mährischen Äneolithi­kums. Zu den Funden im Burgwall bei Kramolin kamen noch weitere direkt aus dem südmährischen Zentralgebiet dazu - zum Beispiele die Funde aus Znojmo­DobSice und aus Dolni Ve§tonice. Auch die Funde aus Brno-Liskovec und Ceská bereichern unsere Erkenntnisse über die Jordanów Kultur in Mähren. Die detaillierte Gliederung der IL Stufe der Kultur mit MBK in Mähren geht vor allem aus den südmährischen Funden hervor, verursacht durch zahlreiche äl­tere, aber auch durch neue Funde, gewonnen aus umfangreicheren archäologi­schen Forschungen, hervorgerufen durch Erdarbeiten, die derzeit in Südmähren durchgeführt werden (Talsperrenbau, Abschnitte für Fernverkehrsstraßen usw.). Die Fundlokalitäten aus Ost- und Mittelmähren sind nicht mehr so zahlreich und gewissermaßen muß man hier auch mit Regionalentwicklung rechnen. Eine ähnli­che Situation sieht man im Bereich Olomouc und Umgebung, wo zwar wertvolle Fundstellen aus der jüngsten Kultur mit MBK existieren, aber es an genügender Menge archäologischen Materiales aus der Phase IIa fehlt. Problematisch ist vor­läufig die Situation auf dem Gebiet Schlesiens, wo man auf Grund der Funde V. Janáks mit dem Einfluß aus dem benachbarten Polen rechnen muß. Ein wichtiger Faktor zur Einteilung archäologischen Quellen der II. Stufe der Kultur mit MBK ist das Vorkommen der keramischen Gruppe unechter Terra si­gillata (rot polierte Keramik) und unechter Terra nigra (schwarz polierte Kera­mik), die sichere Verbreitung in Südmähren hat, während ihr Vorkommen im Mittel- und Nordgebiet Mährens sporadisch ist. Deshalb werden manche unsere Erkenntnisse und chronologische Gliderung nicht Gültigkeit für das ganze Gebiet Mähren haben, sondern man wird in Mittel- und Nordmähren gewisse Korrektio­nen zulassen müssen. Das gilt vor allem für die Detail-Gliederung der Phase IIa in Subphasen. Der jüngste Zeitabschnitt der Phase IIb ist gut verfolgbar wie auf dem Gebiet Südmähren, so auch in der nordmährischen Umgebung. Beweis dafür sind die Funde aus BoskovStejn - Flur „Pisafovicovo pole nad rybnikem", einige Ob­jekte aus Jezeïany-Marsovice, Kramolin usw. Aus dem nordmährischen Raum haben wir für die Phase IIb der Kultur mit MBK die wichtigsten Funde aus dem Bereich Olomouc (Rybnicek, Troubelice, Uniöov u. a.). Die Phase IIa der Kultur mit MBK stellt eine wichtige Episode in der Entwik­klung der Kultur mit MBK dar. Nach unseren bisherigen Kenntnissen über die Existenz und Verbreitung dieser Phase hat es den Anschein, daß es in diesem Zeitabschnitt zu einem großen Anstieg von Siedlungen gelangt nicht bloß in Ge­bieten, wo schon Ansiedlungen älterer Stufe der KuLtur mit MBK existierten, sondern die Träger der Kultur mit MBK dringen auch in für neolithische Ansied­lungen weniger vorteilhafte Gebiete vor. Diese Erscheinung dauert auch bis zum Endabschnitt an - der zweiten Phase b. Die Gliederung der Phase IIa in Subphasen 235

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