Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Viera Němejcová-Pavuková: Charakter der Nach-Lužianky-Entwicklung der Lengyel-Kultur

Ausmassen. Grösstenteils Gehören sie in die Kategorie der halbdicken Keramik aus geschlämmten Ton, sind S-förmig profiliert oder weisen einen Umbruch auf (Abb. 1:6,7,9). Die Buckel sind kleiner als später und sitzen überwiegend auf dem Umbruch, nur vereinzelt in Halsmitte, und bislang beobachtete ich keine Buckel unter dem Rand, die später, im dritten (roten) Horizont häufig sind. Ähnlich wie auf den Bechern sind auch auf den Trichterrandschüsseln die Buckel auf dem Um­bruch bereits vereinzelt horizontal durchbort. Charakteristisch sind dickwandige Trichterrandschüsseln mit mehrfachem gedelltem Buckel - vereinzelt pflegt er unter dem Rand auf dem Hals zu sein, grösstenteile auf dem gerundeten Umbruch (Abb. l:lo, 13). Da in diesem Horizont auch topfformige Gefässe mit identischer plastischer Verzierung vorkommen, kann es bei kleineren Fragmenten zur Ver­wechslung beider Formen kommen. Vereinzelt kommen Schüsseln mit massiver, vom Boden hinauf führender Tülle vor (Abb. 1:17). Im sämtlichen Objekten des ersten Bauhorizontes, nicht nur in den drei hier präsentierten, erscheint eine Vielfalt verschiedener konischer, hoher oder niede­rer unprofilierter Schüsseln, die relativ dünn- oder dickwandig sind. Markant sind bei ihnen insbesondere zwei Varianten - tiefere dünnwandigere Schüsseln (mit Buckeln unter dem Rand oder tiefer auf der Wandung) und massive Schüsseln mit niederen Wänden und verschiedenen Arten von Buckeln - mit geraden, massiven spitzen evtl. mit spitzen, leicht schnabelförmig nach oben gebogenen dicht bei der Standfläche, oder mit ähnlichen länglichen mehrfachen Buckeln, wie sie auf den Trichterrandschüsseln und Töpfen zu sein pflegen (Abb. 1:16). Wieviel von ihnen zu den sog. Wannen mit ovalen Boden gehören, lässt sich aus dem Scherbenmate­rial nicht verlässlich beurteilen, nur in vereinzelten Fällen. Im Scherbenmaterial erscheinen manchmal Fragmente vom Hals grösserer flaschenförmiger bzw. becherförmiger Gelasse (Abb. 1:18,19), ebenfalls aus der Kategorie der halbdicken geschlämmten Keramik, doch braucht es sich nicht in al­len Fällen um eine Randscherbe zu handeln, manche von ihnen können vom Fuss der ähnlich geformten Schüsseln stammen, die sich nicht immer von Halsteilen unterscheiden lassen. Die Fusschüsseln erscheinen im Siedlungsmaterial viel seltener als in Grä­bern. Sie begegnen uns nur in Fragmenten, mit verschieden hohem und breitem Fuss (Abb. 1:8), grundsätzlich mit hohlem. Ein voller Fuss ist, wie es in der Luzianky-Gruppe der Fall ist, kein einziges Mal vorgekommen. Weniger häufig sind auch die pilzfförmigen Gefässe. Es kamen eindeutige Fragmente mit enger Mündung vor, doch auch mehrere nicht ganz eindeutige Scherben - von der nach innen einschwingenden Bauchwölbung, die auch von ähnlich gestalteten Gefassen mit Hals stammen können. Die Buckel auf ihnen sind entweder gerade geformt, stöpseiförmig (Abb. 1:20), oder die recht kenn­zeichnenden sog. geschnürten spitzen oder gerundeten Buckel (Abb. 1:21). Beide können einen gekerbten Umfang oder eventuell auch Ritzverzierung aufweisen (Abb. 1:20). Obwohl diese geschnürten Buckel sehr typisch sind und vor allem fur die zwei älteren Horizonte aus Svodin kennzeichnend zu sein scheinen, ist auch ihr späteres Vorkommen nicht von der Hand zu weisen, obwohl sie auf den pilz­förmigen Gefássen ohne Hals auf dem Gräberfeld kein einziges Mal vorgekom­men sind. Aus dem dritten Bauhorizont sind bisher nur die Funde aus den Wehr­gräben bearbeitet, wo diese Buckel gefunden wurden. Vereinzelt kamen dort auch andere altertümliche Elemente bzw. Formen vor. Es darf nicht ausgeschlossen 227

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