Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Viera Němejcová-Pavuková: Charakter der Nach-Lužianky-Entwicklung der Lengyel-Kultur

Charakter der Nach-Luzianky-Entwicklung der Lengyel-Kultur VIERÁ NEMEJCOVÁ-PAVUKOVÁ, NITRA Auf dem Symposium über die Lengyel-Kultur in Vozokany habe ich voriges Jahr eine Übersicht über die Gesamtsituation der Besiedlung der Lengyel-Kultur in Svodin dargeboten (NEMEJCOVÁ-PAVUKOVÁ 1984). Für das heutige Zu­sammentreffen in Szekszárd hatte ich die Absicht, den ersten Bauhorizont dieser Besiedlung zu bearbeiten. Da es sich in diesem Falle um den Rand der Siedlung und nicht um ihr Zentrum wie in den späteren Bauphasen handelt, schien diese Aufgabe nicht gross zu sein - mit Berücksichtigung der Superposition oder der Si­tuierung der Objekte, können diesem Horizont mit Sicherheit zwei Hausgrundris­se und neun Objekte zugeschrieben werden. Es sind die Objekte 149/72, 239/73 und 240/73, die einen zusammenhängenden Komplex bilden und mit Pfostenlö­chern eines Hauses aus dem zweiten und einer Palisadenrinne des dritten Bauho­rizontes überdeckt sind, ferner das Objekt 568/78, das von der Superposition der Palisadenrinne des zweiten Bauhorizontes überdeckt und die Objekte 412-416/77, die im Inneren der Fortifikation des zweiten Horizontes situiert waren. Diese Ob­jekte sind nicht nur durch ihre stratigraphische Position datiert, sondern sie unter­scheiden sich auch typologisch ziemlich ausgeprägt vom Grossteil jener Fundver­bände, die wir Lengyel I zu nennen gewohnt sind. Die Charakteristiken der ge­nannten neun Objekte verfolgend, konnte zu ihnen eine ganze Reihe weiterer Ob­jekte zugereiht werden, die überhaupt nicht oder nur sehr locker (z. B. die von den Gräbern 27-29/73 gestörten Objekte 192/73 und 193/73) stratigraphisch fixiert sind. Die Lage beider zu dieser Phase gehörenden Häuser erlaubte schon früher die Vermutung, dass es sich um den Randteil der Siedlung handelt, deren Rest und Zentrum sich in Richtung nach Südost auf der Räche des heutigen Weingartens befindet. Beide Häuser sind in diese Phase durch die Superposition der jüngeren Fortifikation über ihnen eingestuft. Es kann selbstverständlich nicht ausgeschlossen und wahrscheinlich in Zukunft auch nicht bewiesen werden, ob zu ihnen nicht noch irgendeines der in den nachfolgenden, zweiten Bauhorizont ver­wiesenen Gebäude gehört. Auch so würde sich an der Situierung der Siedlung ausserhalb der Grabungsfläche nichts ändern. Die Objekte, die zum ersten Bau­horizont gereiht werden können - ihre Verteilung - bestätigen diese Annahme. Sie konzentrieren sich im Südostteil der untersuchten Fläche und setzten sich wei­ter südostwärts fort, wie es der Fundfonds der Objekte aus dem Schnitt XVII im Weingarten andeutet. Zuweisbar zu ihnen sind auch manche Objekte aus der Gra­bung vom J. 1965, die an diesen Stellen situiert war (TOCÍK - LICHARDUS 1966, 46, Objekt 1; LICHARDUS - SISKA 1970, Taf. III: 1-2; IV: 1-4, 6; VI: 6-7). Die Nordwestgrenze dieser Siedlung ist einstweilen nur vorläufig. 15 225

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