Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

László Bartosiewicz–Alice M. Choyke: Animal exploitation at the site of Csabdi–Télizöldes

Ein Beitrag zur absoluten Chronologie des Frühneolithikums in Niederösterreich JOHANNES-WOLFGANG NEUGEBAUER, WIEN Ausgangspunkt unserer absolutchronologischen Betrachtungen des Früh­neolithikums in Niederösterreich (Altneolithikum-Linearbandkeramik und Mit­telneolithikum-Lengyelkomplex) ist die 1983 von H. Felber und E. Ruttkay (H. FELBER und E. RUTTKAY, 1983) veröffentlichte Studie. Hier wurden bislang bekannt gewordene C-14 Daten in kalibrierter Form zusammengefaßt veröffent­licht und in tabellarischer Form eine absolutchronologische Einordnung (Kalen­derjahre) neolithischer Kulturgruppen versucht. Diese Ergebnisse wurden von. E. Ruttkay in der 2. Auflage ihrer Arbeit über das Neolithikum in Niederösterreich (E. RUTTKAY, 1985,78 ff.) unter dem Kapitel Chronologie wiederholt. Den 1983 bekannten C-14 Werten konnten inzwischen einige neue aus den Grabungen der Abteilung für Bodendenkmale des Bundesdenkmalamtes in Guttenbrunn bei Fal­kenstein, NÖ., (späte, Notenkopfkeramik; J.-W. NEUGEBAUER, 1977, 337 f.; 1978, 256 f. und 1979, 354 f.), in der doppelten Kreisgrabenanlage von Friebritz, NÖ., (Anfangsphase der Lengyelkultur; J-W. NEUGEBAUER et al, 1983,87 ff.) und in den Befestigungen am Schanzboden zu Falkenstein, NÖ., (ältere Stufe der Lengyelkultur; J.-W. NEUGEBAUER, 1983-84,175 ff.), sowie aus den Untersu­chungen des Institutes für Ur-und Frühgeschichte der Wiener Universität in der doppelten Kreisgrabenanlage in Kammeg, NÖ-, (ältere Stufe der Lengyelkultur; G. TRNKA, 1983,227 f.) hinzugefugt werden. Auf der anderen Seite wurde in den letzten Jahren vor allem von E. Pernicka in Wien und Heidelberg nach der Ther­molumineszenz-Methode eine Serie von Keramiken von mehreren bedeutenden Fundplätzen Niederösterreichs datiert (Lichtenwörth, Hainburg-Teichtal, Gut­tenbrunn bei Falkenstein, Friebritz und Falkenstein-Schanzboden; E. PERNIC­KA und G. A. WAGNER, 1983-84,247 ff.). Hinzukommen noch zwei Thermolu­mineszenzdaten von W. Körner, Wien, von Asparn an der Zaya, NÖ. und Straß im Straßertal, NÖ. (W KÖRNER, 1984, 15 ff.). Vor den chronologischen Ansätzen sollen im Folgenden die erwähnten Fundsteilen in ihren archäologischen Zusammenhängen kurz charakterisiert wer­den: LICHTENWÖRTH(KG. und OG. Lichtenwörth, BH. Wr. Neustadt, NÖ.): In der Schottergrube J. Bleier bei Lichtenwörth wurden 1978 jungsteinzeitliche Sied­lungsobjekte angeschnitten; linearbandkeramische Verfärbungen wurden beob­achtet und ein spätbadenzeitlicher Komplex grabungsmäßig untersucht. Bei ei­ner Begehung wurden 1979 auf der Parz. Nr. 4075 neuerlich seichte, humose Ver­färbungen der Vornotenkopfkeramik festgestellt. Aus einem noch relativ unge­195

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