Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 12. (Szekszárd, 1984)

Várady Zoltán: Der Bátaer Grabsteinund seine epigraphischen Zusammenhänge

8 Jahrhunderts und zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts zu setzen. (II. Tafel 1-2, 16-17. Fussnote). In Hinsicht der Steininschriften dauerte die Mode dieser Buch­stabenform vom Ende des 13. Jahrhunderts bis Anfang des 15. Jahrhunderts. (III­IV. Tafel, 18-29. Fussnote) Die Kunstgeschichte hat zwei Steinmetzschulen festgestellt, die in Kaschau und Ofen, die letztere hatte im ganzen Land merkbare stil- und modebildende Aus­wirkung. Der Stilwechsel ist aber nicht nur von Seite der Formen, sondern auch von der Epigraphie auszuweisen. Das ist besonders dann wichtig, wenn die einzige Zierde - wie im Falle des Bátaer Grabsteines - die Inschrift ist. Auf Grund dessen ist zu behaupten, dass die Ausarbeitung des Grabsteines in epigraphischer Hinsicht auf der Höhe der Zeit stand, und den damals herrschenden Stil vertrat. Obwohl die Lieferungen aus den Steinmetzzentren auf den Bestellungsort kei­ne Seltenheit waren, das Material des Grabsteins, der etwas provinziale Charakter der Buchstabenformierung machen die lokale Herstellung durchaus vorstellbar. Die mittelalterliche Rolle der Bátaer Abtei schliesst diese Vermutung nicht aus: kö­nigliche Stiftung, direkt dem Graner Erzbischof untergeordnet, die im ganzen Land bekannte Christusreliquie. (Heiliges Blut) Der in religiöser Hinsicht hervorragen­der Wallfahrtsort musste auch kulturell ein hohes Niveau vertreten. 112

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