Szilágyi Miklós (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 10-11. (Szekszárd, 1982)
Visy Zsolt: Neuere Militärdiplome aus Pannonien
haben, daß der Umbau der Auxiliarlager in Steinbauten zum größten Teil oder vielleicht sogar ausnahmslos nach dem Abschluß der Markomannen-Sarmatenkriege, zur Zeit des Commodus erfolgt ist. 66 Daraus folgt, daß für das von uns untersuchte Zeitalter nur die Palisadenlager maßgebend sind, die aber in ihrer Lage und Größe nicht unbedingt mit den späteren Steinlagern übereinstimmen. Die Palisadenlager der ^wx/7/a/truppen sind uns hingegen - von einigen Ausnahmen abgesehen, die sich zwar unter Steinbefestigungen befinden 67 - kaum bekannt. So bezeichnen fast nur die weniger genau datierbaren Inschriften, die Fundorte der Diplome jene Gebiete, wo die einzelnen Truppen längere oder kürzere Zeit lang stationiert sein dürften. Die Frage, ob die auf den Diplomen erfolgte Aufzählung der alae mit der in N-S-Richtung genommenen Reihenfolge ihrer Standorte identisch wäre, ist schwer zu beantworten. Die neueren Diplome haben zweifelsohne weitere Angaben zu dieser Frage geliefert, jedoch geben selbst diese keine eindeutige Antwort. Der besseren Übersicht halber untersuchen wir an Tab. III die Truppen von dem Gesichtspunkt, wie oft sie innerhalb der untersuchten Zeitperiode an derselben Stelle der Aufzählung gestanden haben. Außer den die vollständige Truppenliste enthaltenden Diplomen haben wir mit dem Zeichen + auch die an der ersten und letzten Stelle stehenden Einheiten der Diplome aus den Jahren 150, 161/163 und 167 aufgenommen. Tab. III. alae 1. Stelle 2. Stelle 3. Stelle 4. Stelle 5. Stelle IFlBritan^cR 4 + 1 1 I Ihr uet sag 1 +2 3 1 I Britt c R 1 1 IcR 2 1 1 + 1 I praet c R 2 2 I Aug Itur sag 1 4 +2 Aus Tab. /ist gut ersichtlich, daß es eine völlig gleiche Aufzählung in keinem der Fälle gibt, woraus wiederum das folgt, daß keine einzige Truppe in jedem Falle an ein und derselben Stelle vorkommt. Auf den ersten Blick scheint es, daß in der Aufzählung der alae keinerlei Regelmäßigkeit besteht, also wir müssen eine negative Folgerung ziehen. Hingegen ist es auch richtig, daß die ala I Augusta Ituraeorum sagittariorum ven einer Erlassung abgesehen stets an der letzten Stelle steht, dem auch der Fundort der sich hierauf beziehenden Inschriften entspricht. 68 Auch das ist eine Tatsache, daß an der ersten Stelle im allgemeinen die ala IFlauia Britannica milliaria ciuium Romanorum, seltener die ala I Thracum ueterana sagittariorum steht. Das Anführen der britischen ala an erster Stelle dürfte aus zwei Grün66 Gabler, D., A dunai limes I-II. századi történetének néhány kérdése (Einige Fragen der Geschichte des Donau-Limes im 1-2. Jh.). ArchÉrt. 104 (1977) 171. 67 Nagy, T., Albertfalva; Fülep, F., Campona; Mócsy, A., Matrica; Barkóczi, L., Vetus Salina, Visy, Zs., Intercisa in: RLU91,93,95, 99, 101. 68 CIL III 10222; ÖJh. (1903) Bbl. 59 No. 97. 78