Szilágyi Miklós (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 10-11. (Szekszárd, 1982)

Szilágyi Miklós: Zur Theorie der „alten überschwemmungsgebietlichen Wirtschaftsführung”

1907. A magyar malom (I. közlemény). Századok, XLI, 143-160. é. n. (1928). A gyalmos és a réti halászokról. In: Emlékezzünk eleinkről. Budapest. Vass Előd 1979/A A kalocsai náhije 1548. évi török adóösszeírása. Cumania, VI: História. Kecskemét, 7-62. J979/B. A szegedi és csongrádi náhije 1548. évi török adóösszeírása. Tanulmányok Csongrád megye történetéből. Szeged, 5-80. Velics Antal­Kammerer Ernő 1886-1890. Magyarországi török kincstári defterek 1544-1699. Budapest. Zichy Okm. t. A gróf Zichy család idősb ágának okmánytára. Szerk. : Nagy Imre, Nagy Iván, Véghely Dezső, Kammerer Ernő, Lukcsics Pál, I —XII. Budapest, 1886-1890. Zsigmondkori Oki. t. Zsigmondkori Oklevéltár. Összeállította Mályusz Elemér, Budapest, 1951-1958. Miklós Szilágyi: ZUR THEORIE DER „ALTEN ÜBERSCHWEMMUNGSGEBIETLICHEN WIRTSCHAFTSFÜHRUNG" Der Author bewies in seiner früheren Arbeit (Szilágyi 1977/A), dass man vor den Dammbauen und Entstump­fungen in zweiter Hälfte des 19-en Jahrhunderts in erster Reihe in den überschwemmungsgebietlichen Teichen an der Donau und der Theiss fischte, und nicht in den Flüssen. Zur Zeit der jährlich wiederholenden Überschwem­mungen schwimmten die Fische in diese Teiche heraus. Die Fischerbauten Wehre (rekesz)an den Wasserlaufen, (natürlichen oder künstlichen) Kanälen (ungarisch: fok), die die Teiche mit den Flüssen zusammengebunden haben. So wurden die Fische in den Teichen zurückgehalten um sie in dergünstigsten Zeit für die Fischerei und Ver­wertung der Beute ausfangen zu gekannt. Aus den Hinweisen der frühesten mittelalterlichen Urkunden kann man auf Fischereiwirtschaftsführung von solchem System folgen und charakteristisch war dieses in der Mitte des 19-en Jahrhunderts nach den Fischereimietvertragen um Szeged. Bertalan Andrásfahy ( 1970/ A; 1973; 1975) und Zsigmond Károlyi( 1975) stellten dasselbes System der Fischerei der Überschwemmungsgebieten in mehreren Publikationen vor. Sie bewiesen aber das, dass die überschwem­mungsgebietliche Fischerei imMittelalter(in den Jahrhunderten 11-14) blühte; zur Zeitder Türkenherrschaft ver­sumpften die Teiche und Kanäle, die Fischereiwirtschaft verlor ihre frühere Bedeutung. Diese Begründung inter­pretiert die Verwüstung der Wehre und Kanäle und Teiche - die ständige Wartung erforderten - als Konsequenz der zwangsmässigen Verwahrlosung der Wasserarbeiten. Der Autor diskutiert über diese Argumentation neuere Argumente anführend: 1. Das Sumpfgebiet dehnte sich in NO-Ungarn auf das 18-en Jahrhundert katastrophal aus, sogar in den Gebie­ten, die im 16-en Jahrhundert mit Landwirtschaft und Viehzucht ausgenutzt wurden. Diese Gegend gehörte zum Gebiet der Türkenherrschaft nicht, die Versumpfung konnte also die Folge der Kriegsverhältnisse nicht sein. Die Vermessungen der Versuche von Entsumpfungen im 18-en Jahrhundert, bzw. die rechtlichen Auseinandersetzun­gen beweisen, dass die auf den Wasserlaufen gebauten Mühldämme, Fischerwähre und die Grabungen der Kanäle die Versumpfung gemeinsam verursachten (Takáts Sándor, 1898; 1899). Dieser erfolglose Entsumpfungsversuch, der wegen die Interessengegensätze der Besitzer gefallen ist, gab eine Möglichkeit dem Autor die für anderen Ge­genden entsprechenden Angaben auszugelegt. Er stellte mit allgemeiner Gültigkeit fest, dass die Versumpfung und die Verkrautung der Teiche und Kanäle nicht durch die Verwahrlosung der Wasserarbeiten, sondern durch die un­geordnete, unter den benachbarten Besitztern nicht zusammengestimmte Wasserarbeiten verurteilt wurde. 2. Die publizierten türkischen und ungarischen Quellen beweisen-das, dass die Fischerei in den überschwem­mungsgebietlichen Teichen nach dem früheren System geschah. Das spiegelt sich in dem türkischen Steuersys tem zurück: aus den gepflegten Teichen sollten die Fischer die Hälfte, aus den ungepflegten Teichen und Flüssen die Zehnte der Beute einliefern. Der Author stellt zusammenfassend fest, dass die Ausnützung der Fischereiwirtschaft in den Überschwem­mungen nur dann gewesen ist, als dieses System der Wasserexploation durch die Verbraucheransprüche erzwungen wurde. Die Selbstversorgung geht mit der einfachen Erbeutung mitinander, die Fischereiwirtschaft wurde nur durch die Warenproduktion für notwendig gemacht. Man braucht auch den Entwicklungsstand und damit in Zusammen­hang die periodischen Änderungen des Endverbrauchsgeschmaks der Ernäherungskultur eingehend untersuchen, wenn man die Epochen der „Blüte" und des „Niederganges" bestimmen will. Der „Niedergang" der Fischerei wirt­schaft - der in manchen Gabieten sichtbar ist - steht in keinem ursachlichen Zusammenhang mit den politischen Verhältnisse der Türkenherrschaft. 312

Next

/
Thumbnails
Contents