Almássy Katalin – Istvánovits Eszter – Kurucz Katalin (szerk.): Das Gold von Nyíregyháza / Archäologische sammlungen in Nyíregyháza 1. (Nyíregyháza, 1997)

B. Römische und Prägungen des 5. Jahrhunderts

Abb. 134. Pätroha waren früher vermutlich natürliche Wasserläufe oder Sammelbecken). Es handelt sich um eine flache, langgezogene Anhöhe. Im Verlaufe der Fundortinspizierung fanden wir an der Oberfläche sehr viele mittel- und spätbronzezeitliche Scherben, einige scheibengedrehte römerzeitliche sowie ein oder zwei eisenzeitliche Fragmente und auch einige stark abgenützte arpadenzeitliche? Stücke aus körnigem Material. Babylonische Prägung aus der Zeit des Seleucos I., um 311-305 v.Chr. 16 2 Auf dem Avers nach links blickende, behelmte Pallas Athene. Auf dem Revers nach rechts blickende, stehende Nike; in der rechten Hand einen Lorbeerkranz, in der linken Hand ein Schiffahrtszeichen(?). Beidseitig von ihr und unter ihren Flügeln fast schon unlesbare Inschrift: . . vt MI, ?, . AEEANAPO. Dm: 1,75 cm, Gew: 8,43 g (Goldinventar Nr. 155 bzw. Münzkabinett 94.9.1.) (Abb. 134). B. Römische und Prägungen des 5. Jahrhunderts „Eine besondere Rolle spielt unser Komitat im spätesten römischen Zeitalter, als ein nahezu kontinuierlicher ,Münzverkehr' beobachtet werden kann. Für ähnliches gibt es in der Großen Tiefeben, ja selbst in Pannonién kein Beispiel..." - schreibt István Bona. 16 3 Im Jósa-András­Museum Nyíregyháza werden acht Goldprägungen der Kaiserzeit und des 5. Jahrhunderts aufbewahrt. Zwei davon - die Stücke aus Tiszanagyfalu und Ibrány - wurden Ende des 3­Jahrhunderts geprägt. Damals gelangte römisches Gold in größeren Mengen in die Obere Theißgegend. 16 4 Mit aus der Literatur bekannten Angaben läßt sich die Zahl der kaiserzeitlichen 16 2 PRICE 3748. 1 63 BONA 1986.58. 16 4 In unserer Region ist die Zahl der Bronzeprägungen aus diesem Zeitalter kaum erwähnenswert, während in der Großen Tiefebene 91% der Münzen Bronze- und nur 8% Goldprägungen sind. GABLER 1975-96; ISTVÁNOVITS 1986.81. 148

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