A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 43. (Nyíregyháza, 2001)

Természettudomány - Sándor Frisnyák: Anthropogene Landschaftsformung in der Grossen Tiefebene

Frisnyák Sándor Anthropogene Landschaftsformung in«der Großen Tiefebene Die im Zeitraum zwischen der neolithischen Revolution und der ungarischen Landnahme (895) lebenden Völker haben in unterschiedlichem Maße und auf unterschiedliche Weise in die Entwicklung der natürlichen Umwelt eingegriffen. Das augenscheinlichste Ergebnis der anthropogenen Landschaftsformung ist die Abnahme des Waldgebietes. Vom Beginn der Zeitrechnung bis zum Ende des 9. Jahrhunderts ging die Bewaldung des Karpatenbeckens von 75-80% auf 35-37% zurück. Die Kultur­landschaften der Ackerbau betreibenden Völker waren keine stabilen Gebilde. Nachdem sie den Kulturboden ausgelaugt hatten, kultivierten sie jeweils andere Gebiete. Bei der niedrigen Bevölkerungsdichte des 9. Jahrhunderts ließen sich die früheren Kulturlandschaften nicht aufrecht erhalten (die in den Randgebieten der Großen Tiefebene bestehen gebliebenen kleineren slawischen Kultureinöden ausgenommen). Zur Zeit der Landnahme war die Große Tiefebene bereits keine Urlandschaft mehr, aber auch noch keine Kulturlandschaft, da die Ungarn und verschiedenen Ethnika sie erst an der Wende 19./20. Jahrhundert - im Ergebnis der integrierten umweltformenden Arbeiten ­umgestalteten. Übersetzt von Gotlind B. Tburmann Sándor FRISNYÁK Lehrstuhl der Geographie Hochschule Nyíregyháza Nyíregyháza H-4401 Pf. 166. 568

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