A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 30-32. - 1987-1989 (Nyíregyháza, 1992)

Szőllősy Gábor: Íjászati alapismeretek

Grundkenntnisse der Bogenkunde Die die Gräber der nomadischen Krieger der Steppen des 5. - 10. Jh. erfor­schenden Archäologen treffen oft auf Überreste der wichtigsten Waffe dieser Epo­che, des Bogens. Des Autor möchte mit seiner Arbeit die Forschungstätigkeit der Archäologen unterstützen, indem er versucht, die wichtigsten theoretischen und praktischen Kenntnisse in Verbindung mit dem Bogen, der Bogenkunde zusam­menzufassen. Er skizziert die mechanischen Grundlagen der Wirkungsweise des Bogens. Ge­sondert geht er auf einen charakteristischen völkerwanderungszeitlichen Bogenty­pus, auf einzelne mechanische Charakteristika des Reflexbogens mit starrem Horn­éin. Auf der Grundlage der Typenordnung von Paterson mit Beispielen illustriert kategorisiert er die Bogen anhand ihrer Konstruktion und Wirkungsweise. Weiters erörtert er Bestimmung und wichtigste Variationen der Zubehörteile von Pfeilen, wie Spitze, Federn, Enden. Im Zusammenhang mit den Bogenbehältern und Pfeilköchern geht er vor allem auf einzelne Fragen von deren Benutzung ein. Detailliert behandelt er die grundle­genden Elemente des Bogenschießens: den Sehnengriff, den Auslauf des Pfeils, das Zielen. Hinsichtlich der Frage der Schußweite vergleicht er das von Gyula Fábián mit seinen selbstangefertigten awarischen und ungarischen Bogenrekonstruktionen erreichte Ergebnis von 160-180 m, ein 1913 in Frankreich erzieltes Ergebnis von 419,7 m mit einem Bogen vom türkischen Typus, das um 200 m liegende Ergebnis von S. Pope mit einem englischen Stockbogen und seine eigenen Erfahrungen mit modernen Sportbögen bei einer maximalen Schußweite von rund 300 m. Aufgrund der Beobachtungen von S. Pope erörtert er die verletzende und tödliche Wirkung des Bogens, d.h. des Pfeils, und schließlich gibt er einen skizzenhaften Überlick über die technische Eintwicklung des Bogens als Sportgerät des 20. Jahrhunderts. Gábor SZŐLLŐSY Magyar Mezőgazdasági Múzeum Budapest (Pf. 129. H-1367) 476

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