A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 30-32. - 1987-1989 (Nyíregyháza, 1992)
Lőrinczy Gábor: Megjegyzések a kora avar kori temetkezési szokásolkhzoz. A tájolás
diese Abweichung auch nicht untersucht. Als bedeutender als diese Verschiedenheit beurteilte man die einheitlich escheinende gegenständliche Hinterlassenschaft. Bis in die jüngste Zeit war die Forschung gegenstandsbezogen, weshalb die Untersuchung der Bestattungsbräuche nicht das ihr zustehende Gewicht bekommen konnte. Lediglich die Auswertung einzelner Riten wurde publiziert, die - aus ihren Zusammenhängen gerissen - aber nur zu Teilergebnissen führen konnte. Mit der komplexen, vergleichenden Untersuchung des Ursprungs von Sacherbe und Bestattungsriten wurde erst in den vergangenen Jahrzehnten begonnen. Gleichzeitig aber meldeten zahlreiche Forscher ihre Vorbehalte gegenüber übertriebenen ethnischen Erörterungen an. Die Arbeit befaßt sich detaillierter mit den Bestattungen in NO-SW bzw. OW-Orientierung. Deren Mehrzahl - 31 Fundorte - ist aus dem sich über die Theiß hinaus erstreckenden Gebiet bekannt und verfügt über mehrere gemeinsame Charakteristika. Diese erfüllen die Kriterien einer sich von ihrer Umgebung - den Frühawaren - abgrenzenden Gruppe, die eine sehr enge und gut charakterisierbare Beziehung zu den osteuropäischen Steppenvölkern des 6. Jh. zeigt. Weitere detaillierte Forschungen werden es ermöglichen, diese Population mit einer der aus den byzantinischen Quellen bekannten Volksgruppen zu identifizieren. Gábor LŐRINCZY Móra Ferenc Múzeum Szeged (Roosevelt tér 1. H-6720) 171