A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 27-29. - 1984-1986 (Nyíregyháza, 1990)

†Árpád Csiszár: Handwerker im Bezirk Szatmár-Bereg

Handwerker im Bezirk Szatmár-Bereg - Zusammenfassung ­In den heutigen Bezirksteilen Szatmár und Bereg findet man Spuren der ehemaligen Zunftgewerben kaumnoch. In der Regel findet man nur in den kirchlichen Protokollen einige Angaben, die sich auf die Tätigkeiten der Handwerker beziehen. So können wir den Namen des Meisters Ferenc Lán­dor erwähnen, der im jähre 1766 die Decke der reformierten Kirche von Tá­kos gefertigt und gemalt hatte. Im Protokoll der reformierten Kirche von Jánd finden wir über die Tätigkeit des Turmbaumeisters Imre Kakukk ei­nige Aufzeichnungen. Er wurde bei seinem ersten Unternehmen durch die Sch­ritte als Bauernzimmermann benannt. Die erlernten Handwerker wurden zu­meist von den örtlichen Feldherren beschäftigt. So beschäftigte der Gutbesit­zer Daniel Eördögh von Kopócsapáti bespielsweise Töpfer, Schmiede, Fassbin­der, Leinweber. Diese Handwerker versorgten gegen eine Wohnung und entsp­rechende Entlohnung das Herrschaftsgut mit ihren Produkten. Die Grösse des Unternehmens und der ausgezahlten Löhne ermöglichen die Schlüsse zu zie­hen, dass die Handwerker auch für die örtliche Bevölkerung gearbeitet ha­ben. Obwohl wir hier auf diesem Gebiet von keine hochorganisierte Industrie reden können, trotzdem gab es eine hausge werbe nmässige industrielle Tätigkeit. Einzelne Dörfer oder begabte Bastler im Dorf spezialisierterten sich für industrielle Tätigkeit. Bespielsweise das Dorf Tarpa war von Fertigung der Blechscheffel, das Dorf Záp­szony von Radfertigung, das Dorf Beregujfalu von Schnitzarbeit der Eichenschindel landweit berühmt. Im Dorfleben war die Arbeit der Zigeuner unentbehrlich. Sie versorgten mit den wichtigsten Baugrundstoff mit dem Lehmziegel, mit den in Bauernwirtschaft unentbehrlichen Körben und Rutenbesen die Bevölkerung der Dörfer. Die Zigeuner haben in der Regel spezielle Handwerkerarbeit gemacht. Un­ter ihnen gab es Trogmacher, Viehglockengiesser, Bohrermacher, die Zigeunerin­nen fertigten und verkauften das Hosenband. Unentbehrlich war dis Tätigkeit der metallverarbeitenden Zigeuner, der Pfannenflicker, der Kalk Verkäufer und der Ha­usierer, die mit ihren Dienstleistungen und Waren die ganze Umgebung versorg­ten. Neben den Wirtschaften führten das Handwerk die Wagenkorbflechter, die Halsjochschnitzer und die Schilfrohrflechter aus. Gelehrte Bauern waren die Tierkurierer oder diejenige, die die Verrenkung geheilt haben, die Knochenschmiede und die Zahnzieher. Verarmte Bauern waren die Rippenmacher, Spindelmacher und die Messerschleifer. Jedes Jahr gingen die Rastelbinder aus Zemplin immer wieder in die Dörfer, um Oster die Gelter aus Mähren. Arme Bäuerinnen verkauften die ärztlichen Blutegel, aus denen jedes Haus einige immer hatte. In jedem Dorf gab es eine Hebamme 281

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