A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 11. - 1968 (Nyíregyháza, 1969)
Kroeger-Michel E.: Az ajaki későbronzkori raktárlelet - Kroeger-Michel E.: Der Nackenscheibenaxt-Depotfund von Ajak
Der Knaufteil ist am fächerförmigen Ende 6,7 cm breit, am Flügelteil 5,8 cm. Die Länge des Knaufs beträgt zwischen Knauf ende und grösster Flügelbreite 10,3 cm. Die Klinge ist — wieder von der grössten Flügelbreite aus gemessen — bis zur Bruchstelle 14,9 cm lang. Die Breite der Klinge variiert von 3,3 cm bis 1,5 cm am Ende der abgebrochenen Klingenspitze. Die Gesamtlänge des Schwertes beträgt ungefähr 80 cm. Als Vergleichsstück lässt sich die Axt aus Hammer, Mittelfranken, anführen, die einen sehr ähnlichen Knaufteil hat, allerdings mit fünf Nietlöchern. Das Schwert aus Hammer ist mit seinem fächerförmigen Knaufteil in Verbindung zu bringen mit der Ägäis, aus der es wahrscheinlich eingeführt wurde. 6 Dr. Holste hält das Schwert aus Hammer für ein jüngebronzezeitliches Stück, was zeitlich mit den Äxten aus Ajak übereinstimmen würde. Von den ostungarischen Dolchen, welche ein dem Schwert des Ajaker Fundes ähnliches Heft besitzen, hat István Bona festgestellt, dass diese aus dem Osten stammen. 3. DIE GEFÄSS-SCHEBBEN Aus den uns erhalten gebliebenen Scherben lässt sich das Gefäss, in dem sich die Äxte und das Schwert befanden, leider nicht mehr genau rekonstruieren. Es handelt sich um einen grossen Topf, dessen oberer Rand leicht verdickt und nach aussen gebogen war, wir wir aus einigen Randresten erkennen können. Des Bauch des Gefässes ist mit schräglaufenden erhobenen Streifen verziert, die nicht nachträglich aufgesetzt wurden, sondern aus der Masse herausgedrückt sind. Über den Gefässboden lässt sich leider nichts mehr aussagen. Die Scherben sind grau-schwarz, durchschnittlich 7 bis 8 mm dick, abgesehen von den erhobenen Streifen und dem oberen Rand, wo ihr Durchmesser ungefähr 1 cm beträgt. Diese schrägverlaufenden, verdickten Streifen sind für die Bronzezeit durchaus geläufig. Zusammenfassend lässt sich auf Grund der Nackenscheibenäxte Folgendes über den Fund von Ajak sagen : — geographisch gesehen stammt er aus einem Gebiet, das für die in Ajak vertretenen Axttypen charakteristisch ist. Wir können daher annehmen, dass die Äxte nicht weit von ihrem Fundort hergestellt worden sind ; — zeitlich gesehen gehört er eindeutig zum Opályi-Horizont, und zwar genauer gesagt zur Stufe D. Die leider nur wenig aufschlussreichen Anhaltspunkte, die uns die Gefässreste und das Schwert bieten, widersprechen nicht der Annahme, dass der Fund von Ajak als Ganzes dem ersten Teil der Zeitstufe В IVb zuzusprechen ist. EHRENGARD KROEGER-MICHEL F. Holste, Die Bronzezeit in Süd-und Westdeutschland, Handbuch der Urgeschichte Deutschlands, Band 1, Tafel 12,10. 80