A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 11. - 1968 (Nyíregyháza, 1969)
Molnár Mátyás: Hinweisen zu den Beziehungen des ungarischen Dichters Mihály Tompa zu den Komitaten Szabolcs und Szatmár
Tompas Verhältnis mit den szabolcser und szatmárer Freunden bezeugt sein Briefwechsel. Mit dem Pastor Péter Litkei Tóth aus dem Dorfe Buj stand er bis zu seinem Lebensende in guter Freundschaft, die dichterischen Versuche des Geistlichen Áron Kiss aus Porcsalma förderte er mit seiner Kritik und seinen Ratschlägen. Mit dem in Tiszakóród als Geistlicher fungierenden József Beczkes stand er auch im Zusammenhang mit dem Sammeln von Volkssagen in Briefwechsel. Das Andenken an Tompa hütet im Dorf Gáva ein Gedicht auf dem Grabstein eines Verwandten Mädchens Borbála Zsoldos, und ebenso schrieb Tompa den Grabvers für den Grabstein von Juliánná Mikecz in Kemecse. Tompa hat auch eine szatmárer und zwei szabolcser Volkssagenbearbeitungen. In der Sage ,A halász és az aranyhaV (Der Fischer und der Goldfisch) bearbeitet er die Volkssage über den Ursprung des Dorfnamens Halász (das heutige Dorf Nagyhalász) und in der Sage ,A két íjász' (Die zwei Bogenschützen) den Ursprung des Dorfnamens Vencsellő und Kenézlő. In seiner Sage ,8üllyedés > (Das Versunkene) verewigt er den Volksglauben eines Gebietsteiles des Dorfes Penyige. In Kemecse behütet Dr. Kálmán Zámbory ein Tompa-Bild mit der Unterschrift des Dichters, das er vor seinem Tode seinem ehemaligen sárospataker Schulkollegen, Sándor Zámbory, geschenkt hat. Tompa hatte — wie wir sahen — mancherleie Beziehungen zu den Komitaten Szabolcs und Szatmár, die sowohl seine lyrische, als auch seine epische Dichtung bereicherten. M. MOLNÁR 262