A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 10. - 1967 (Nyíregyháza, 1968)

Merényi László: Die Geschichte des Komitates Szabolcs-Szatmár im Zeitraum zwischen den Wahlen von Jahre 1945 bis 1947

nen Schäden wurde wesentlich im Frühling und im Sommer 1946 beendet. Die nächste wichtige Aufgabe war die finanzielle Stabilisierung, das heißt, das Überwinden der in dieser Zeit tobenden, gewaltigen Inflation. Deshalb haben die linken Kräfte (unter der Führung der Ungarischen Kommunistischen Partei) ihre Anstrengungen auf die Vorbereitung der Stabilisierung konzent­riert. 3. Im Zeitraum von der Stabilisierung im August 1946 bis zum J&nner 1947 wurde der scharfe politische Kampf vorübergehend etwas milder. Auch in diesem Landteil kamen in diesen Monaten weniger politische Veranstaltungen and die Reihe ; es bedeutete aber nicht das Ende des Kampfes zwischen Rech­ten und Linken, sondern nur das eingetretene proviorische Gleichgewicht; inzwischen bereiteten sich alle beide Seiten auf den großen Zusammenstoß vor. Im August 1946 gelang dem Land die finanzielle Stabilisierung. Demzu­folge verbesserten sich wesentlich — auch im Komitat Szabolcs-Szatmár — die Umstände der Bevölkerung. Auf den Gebieten des Volkswohlstandes und der Kultur sind im Herbst und im Winter 1946 auch in der Nyírség bedeuten­de Ergebnisse vollbracht worden. Aber zugleich verursachte im wirtschaft­lichen Leben die sich im Komitat zeigende Arbeitslosigkeit ein neueres Problem. Die Kommunisten kämpften um diese Frage lösen zu können; den Ausweg sahen sie in der Planwirtschaft. 4. Die Periode, vom Zeitpunkt der Enthüllung der Verschwörung im J sinner 1947 bis zu den Wahlen im August 1947, charakterisiert die allgemeine Offen­sive und der entscheidende Sieg der Linken. Im Januar 1947 wuchs — nach dem Zermalmen der aufs ganze Land sich ausgebreiteten, reaktionären,kont­rarevolutionären Verschwörung — auch im Komitat Szabolcs-Szatmár die Aktivität der von den Kommunisten geführten Linken. Innerhalb der Klein­wirtepartei — im bisherigen höchsten Stützpunkt der Reaktion — begann ein Gären. Auch in Szabolcs-Szatmár wurde die linke Gruppe der Kleinwirte­partei stärker, welche Normalisierung der Verhältnisse zu den Kommunisten wünschte. Demnach blieb als Hoffnung der Reaktion die oppositionelle, faschistische Freiheitspartei; in Szabolcs-Szatmár haben aber die organisier­ten Arbeiter diese oppositionelle Organisation im April —Mai 1947 zerschla­gen. Im Frühling und im Sommer des Jahres 1947 verliefen nacheinander in Szabolcs-Szatmár die erfolgreichen Massenbewegungen der vereinigten linken Kräfte. Auch in den nyírséger Dörfern krägtigte sich die Bewegung des „Lan­desverbandes der Neubesitzer des Bodens " ; die ehemaligen Großgrundbesit­zer scheuten sich einen neuen Wirr-Warr zu verursachen. Die Ergebnisse der Bodenreform hat man jetzt auch in den Grundbüchern fixiert. Die wirt­schaftliche Lage war ernst, die Zahl der Arbeitslosen war hoch, aber im Frühling 1947 begann eine langsame Verbesserung. Man hat wichtige Baue begonnen, bei welchen man einen Teil der Arbeitslosen beschäftigen konnte. Jetzt in dem veränderten politischen Milieu war die Möglichkeit gegeben auf die Planwirtschaft überzugehen. Der am ersten August 1947 begonnene Dreijahresplan verursachte auch im Komitat Szabolcs-Szatmár einen großen Widerhall, und im Interesse des Planes war schon Monate vorher eine wirk­same Agitation im Gange. Im Sommer 1947 hat man die neuen Wahlen aus­geschrieben, in welchen die Parteien der Regierungskoalition (Kommunisten, Sozialdemokraten, Nazionale Bauernpartei, Kleinwirtepartei) gegen die reaktionären oppositionellen Parteien gemeinsam auftraten. Das Gesamter­gebnis der Wahl vom 31. August brachte auch im Komitat Szabolcs-Szatmár 143:

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